Nicholas Latifi über Alexander Albon: "Natürlich will ich ihn schlagen"

Bei Williams treffen 2022 zwei alte Bekannte aufeinander: Nicholas Latifi und Alexander Albon waren schon 2018 in der Formel 2 Teamkollegen

Nicholas Latifi über Alexander Albon: "Natürlich will ich ihn schlagen"

Nicholas Latifi erhält mit Alexander Albon 2022 bei Williams einen neuen Teamkollegen. In Wahrheit ist der Thailänder aber ein alter Bekannter. Latifi und Albon bildeten 2018 in der Formel-2-Meisterschaft das Fahrerduo für DAMS. Was erwartet der Kanadier vom Rückkehrer?

"Wir haben in den letzten beiden Jahren gesehen, was wir von ihm in der Formel 1 erwarten können. Ich denke, er ist ein sehr, sehr schneller Fahrer. Ich schätze ihn extrem hoch ein", betont Latifi seinen Respekt vor Albons Leistungen bei Red Bull.

Und er erinnert sich zurück an die gemeinsame Zeit in der Formel 2. Damals habe er sich mit dem 25-Jährigen auf persönlicher Ebene "sehr gut verstanden", schildert Latifi. "Ich glaube, dass diese Dynamik auch für das Team sehr, sehr positiv sein wird."

Denn das neue Technische Reglement werde das Traditionsteam vor eine neue Herausforderung stellen. Da sei es umso wichtiger zu wissen, "dass die Fahrer miteinander auskommen" und dass eine "gute Moral" und eine "nette Atmosphäre" im Team herrsche.

Schon sein Verhältnis zu George Russell sei "großartig" gewesen in den vergangenen zwei Jahren. Die beiden waren in diesem Jahr gar gemeinsam in Griechenland auf Urlaub. Diese "Bromance" werde nun zu Ende gehen, dennoch blickt Latifi stolz auf die gemeinsame Zeit zurück.

Der Brite war es übrigens auch, der 2018 die Formel-2-Meisterschaft vor einem gewissen Lando Norris und Albon für sich entscheiden konnte. Der ehemalige Red-Bull-Rookie konnte im teaminternen Duell gegen Latifi mit 212:91 Punkten für klare Verhältnisse sorgen.

"Ich habe viel von ihm gelernt in dem Jahr, in dem ich gegen ihn gefahren bin." Latifi schaffte ein Jahr nach Albon den Aufstieg in die Königsklasse, er blickt auf zehn Rennen weniger Erfahrung. Wird er sich also erneut unterordnen müssen?

Darüber habe er sich noch gar keine Gedanken gemacht, entgegnet der 26-Jährige. "Ich habe definitiv das Gefühl, dass ich ein viel besserer und kompletterer Fahrer bin als damals 2018." In jenem Jahr in der Nachwuchsserie musste er einige Probleme überwinden.

"Ich war einfach nicht wirklich in der Lage, die fahrerischen Anpassungen vorzunehmen, die ich mit dem neuen Formel-2-Auto brauchte, das in dem Jahr herauskam. In diesem Jahr habe ich also viel von ihm gelernt." Da die Fahrstile der beiden Fahrer sehr unterschiedlich sind, ist Latifi schon auf das kommende Jahr gespannt.

"Bei einem neuen Auto weiß man nicht, was man bekommt. Vielleicht ist seine Herangehensweise in einigen Kurven besser, vielleicht ist meine Herangehensweise in anderen besser, vielleicht muss man eine Mischung aus beidem finden."

Latifi merkt außerdem an, er sei nun ein "vielseitigerer Fahrer" geworden in seinen eineinhalb Jahren in der Formel 1. Er geht davon aus, dass er mit seinem neuen Teamkollegen das Team weiter vorwärtsbringen werde. Und: "Ja, natürlich will ich ihn nächstes Jahr schlagen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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