Nicholas Latifi: Wie wenig ihm der Sieg über George Russell bedeutet

Erstmals besser als der Formel-1-Teamkollege im Qualifying: Wie Williams-Fahrer Nicholas Latifi zu seinem ersten Erfolg über George Russell steht

Nicholas Latifi: Wie wenig ihm der Sieg über George Russell bedeutet

In Brasilien ist es passiert: Erstmals hat George Russell ein Williams-Duell im Qualifying verloren. Und zum ersten Mal in knapp zwei Jahren war Nicholas Latifi auf eine fliegende Runde der Schnellere. Wie sehr sich Latifi über diesen Meilenstein gefreut hat? Kaum. Das behauptet Latifi zumindest in der Pressekonferenz vor dem Katar-Grand-Prix in Losail (alle Einheiten im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!).

"Um ehrlich zu sein: Ich habe nicht viel Befriedigung daraus gezogen", sagt Latifi und verweist auf die insgesamt schwache Williams-Form in Brasilien. Das Team habe sein Potenzial dort nicht entfaltet und sei "zuletzt nicht so konkurrenzfähig aufgetreten wie gewünscht". Das trübe die Freude über das gewonnene Teamduell gegen Russell.

Mehr noch: Latifi zeigt sich "enttäuscht" darüber, dass Williams so sehr hinterhergefahren sei. "Wir hatten dieses Jahr bei vielen Rennen mit mindestens einem Auto die Möglichkeit auf eine Q2-Teilnahme. In Brasilien aber war das nicht der Fall."

Latifi und Russell sind dort schon in Q1 ausgeschieden, auf den Plätzen 17 und 18, nur vor den beiden Haas-Fahrern stehend. Zum Weiterkommen fehlten gut drei Zehntel. "Auf einer Strecke wie in Sao Paulo ist das ziemlich viel", meint Latifi.

Deshalb hänge er das Qualifying-Ergebnis nicht zu hoch. Es "ist eben so", dass er jetzt mal vor Russell gewertet worden sei, sagt Latifi. "Ich weiß: Wenn es dieses Jahr bei manchen Gelegenheiten ein klein wenig anders gelaufen wäre, hätte ich schon ein paar Mal vor ihm stehen können. Doch das lag nicht in meinen Händen."

Ohne konkret auf die einzelnen Situationen einzugehen, erklärt Latifi weiter, seine "Leistung hätte gepasst" in diesen Fällen. "Es hat sich nur nicht auf der Zeitenliste bemerkbar gemacht." Der erste verbriefte Sieg über Williams-Teamkollege Latifi sei daher "nichts, was mich besonders verrückt macht".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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