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Nicht nur Kostenfrage: F1-Teamchefs erklären Testverbot auf neuen Strecken

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Nicht nur Kostenfrage: F1-Teamchefs erklären Testverbot auf neuen Strecken
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Andreas Seidl, Toto Wolff und Günther Steiner nehmen Stellung zum beschlossenen Testverbot auf neuen Formel-1-Strecken - Es sei nicht allein eine Kostenfrage

Jüngst haben sich die Formel-1-Teams auf ein Testverbot für neue Strecken im Rennkalender 2020 geeinigt. McLaren-Teamchef Andreas Seidl begrüßt diese Entscheidung: "Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden", sagt er auf Anfrage von 'Motorsport.com'. "Es ist kein Geheimnis, dass wir auch darauf gedrängt haben."

Das FIA-Sportreglement erlaubt den Teams den Einsatz von Fahrzeugen des Jahrgangs 2018 ohne Einschränkungen, solange der Dachverband auf dem Laufenden gehalten wird. McLaren war jedoch nicht in der Lage, vor Beginn der Saison 2020 zu fahren, weil kein älteres Auto zur Verfügung stand.

Seidl räumt ein, dass das Team möglicherweise gezwungen gewesen wäre, eine geeignete Maschine zu finden. Denn mehrere Konkurrenten hatten geplant, vor den neu angesetzten Rennen in Portimao, Imola oder Mugello dort zu testen. Ferrari und AlphaTauri taten dies, noch bevor die Aufnahme der Strecken in den Kalender feststand.

Wegen Corona: Alles andere wäre unverantwortlich

"Gerade wenn man darüber nachdenkt, auf neuen Strecken zu fahren, glaube ich, dass es einen Wettbewerbsnachteil bringt, wenn andere Leute testen können. Wir haben sogar daran gedacht, eines unserer eigenen Autos herauszunehmen und dorthin zu fahren", erklärt Seidl. Er ist froh, dass das nun nicht mehr nötig ist.

Auch wegen des damit verbundenen logistischen Aufwands: "Es wäre definitiv das absolut falsche Zeichen gewesen, für die Öffentlichkeit und auch gegenüber unseren Leuten in den Zeiten der Corona-Pandemie, in Zeiten, in denen wir unseren Leuten unnötigen Ärger ersparen sollten, um sie zu schützen", findet Seidl.

Es sei daher schön zu sehen, dass sich am Ende alle Teams auf ein Testverbot verständigen konnten. "Das ist ja nicht immer der Fall", weiß der McLaren-Teamchef. Auch ohne Tests laufen die Vorbereitungen des Teams auf die neuen Strecken bereits auf Hochtouren, verrät er weiter. So wird beispielsweise im Simulator trainiert.

Auch Wolff und Steiner begrüßen die Entscheidung

"Letztendlich ist es für alle das Gleiche. Es ist eine zusätzliche Herausforderung, sich auf neue Strecken zu begeben, oder auf Strecken, auf denen man schon seit einiger Zeit nicht mehr war. "Eine interessante Herausforderung ist auch Imola mit dem zweitägigen Format. Wir freuen uns also auf diese Rennen."

Mercedes gehört zu jenen Teams, die geplant hatten, mit einem 2018er-Auto vorab in Portimao zu testen. Teamchef Toto Wolff räumt gegenüber 'Motorsport.com' allerdings ein: "Ich glaube, es ist nicht die richtige Entscheidung. Wir alle wollen Kosten sparen, da der Preisfonds erheblich zurückgegangen ist."

In dieser Hinsicht hält er es für richtig, wenn niemand einen Vor- oder Nachteil dadurch erlangt, dass er testet oder eben nicht. Mit George Russell und Nichola Latifi fuhr Mercedes zuletzt 2017 einen zwei Jahre alten Wagen an der Algarve, doch die dort gewonnenen Erkenntnisse sind laut Wolff zu vernachlässigen.

Neben ihm betont auch Günther Steiner, angesprochen auf das Testverbot, die Kostenfrage: "Es ist das Richtige, vor allem unter den finanziellen Umständen, in denen sich die meisten Teams befinden. Wir dürfen im Moment nicht zu übertreiben." Haas verfügt ohnehin über kein lauffähiges 2018er-Auto, auf das man zurückgreifen könnte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Urheber Juliane Ziegengeist