"Nicht umsonst Formel-1-Fahrer": Ralf Schumacher staunt über Max Verstappen
Ralf Schumacher staunt über den Auftritt von Max Verstappen beim 24h-Rennen am Nürburgring: Red-Bull-Pilot "hat gezeigt, dass er nicht umsonst Formel-1-Fahrer ist"
Max Verstappen hat gezeigt, dass er "nicht umsonst Formel-1-Fahrer" ist
Foto: Gruppe C Photography
Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Der viermalige Weltmeister kam, sah und hätte beinahe gesiegt. Erst eine defekte Antriebswelle machte den Traum vom Gesamtsieg beim Debüt kurz vor Schluss zunichte.
"Unglaublich, was er da gemacht hat", erkennt Ralf Schumacher im aktuellen Sky-Podcast Backstage Boxengasse dennoch an. "Natürlich ist er volles Risiko gegangen. Ich glaube, das traut sich sonst kein anderer, weil er da schon ein paar Aktionen gehabt hat, auch auf der Wiese überholt und so."
Der frühere Formel-1-Pilot bezeichnet den Auftritt von Verstappen als "unvorstellbar" und zieht einen Vergleich zu seinen Mercedes-Teamkollegen: "Er war deutlich schneller als alle anderen, bis auf Maro Engel, der fairerweise die gleiche Pace gehen konnte, aber Lucas Auer und Daniel Juncadella sahen echt alt aus gegen ihn."
Zum Vergleich: Verstappen fuhr seine schnellste Runde des Rennens in 8:12.818 Minuten, Teamkollege Auer benötigte 8:16.355 Minuten. "Das ist dann schon mal ein Brett", meint Schumacher, wobei Wetterbedingungen und Gelbphasen die Rundenzeiten beeinflussen.
Verstappen-Sieg wäre "wirklich gigantisch gewesen"
Dem Niederländer war es dennoch zu verdanken, dass der Winward-Mercedes mit der Startnummer 3 am Sonntagvormittag mit rund 30 Sekunden Vorsprung in Führung lag und der Gesamtsieg bereits vor Augen war, als die Antriebswelle ihren Dienst quittierte und das AMG-Quartett aus dem Kampf um den Gesamtsieg riss.
"Ich hätte es ihm gegönnt. Das wäre wirklich gigantisch gewesen", sagt Schumacher, der Verstappen ausdrücklich lobt: "Toll, dass er das gemacht hat. Es war super, was das für die 24 Stunden am Nürburgring und den Motorsport in Deutschland ausgemacht hat. So viele zusätzliche Fans, das war schon toll."
Am Ende holten Maro Engel, Fabian Schiller, Luca Stolz und Maxime Martin im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 80 den Sieg. "Ich gönne es natürlich auch Maro, den kenne ich auch ewig", sagt der Sky-Experte, der gegen Engel schon in der DTM gefahren ist. "Und Mercedes, die auch eine lange Durststrecke hatten."
"Gezeigt, dass er nicht umsonst Formel-1-Fahrer ist"
"Schade für Max, aber schnell genug war er und ich glaube, er hat allen da oben gezeigt, dass er nicht umsonst Formel-1-Fahrer ist", meint Schumacher, der zugleich hofft, dass die "ziemlich leidigen Diskussionen" über die Bedeutung der Formel 1 nun ein Ende haben.
"Also ich glaube, dass der eine oder andere jetzt schon mal erkannt hat, dass die Formel 1 dann doch schon einen ganz anderen Stellenwert im Motorsport hat." Die schnellste Rennrunde sicherte sich allerdings Abt-Lamborghini-Pilot Luca Engstler, der für seinen schnellsten Umlauf am Sonntagmorgen lediglich 8:08.758 Minuten brauchte.
David Schumacher, der im Ford Mustang GT3 des HRT-Teams an den Start ging, hatte weniger Glück. "Er war auf zwei Autos gemeldet, aber keiner von beiden hat es geschafft", berichtet Vater Ralf Schumacher. "Das ist halt die Nordschleife, das kann passieren."
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