Nick Heidfeld: So stand sich Robert Kubica teilweise selbst im Weg

Nick Heidfeld lobt Robert Kubica als seinen "komplettesten" Teamkollegen - Der Pole habe sich damals bei BMW allerdings mit einer Eigenschaft selbst im Weg gestanden

Nick Heidfeld: So stand sich Robert Kubica teilweise selbst im Weg

Mehr als drei Jahre waren Nick Heidfeld und Robert Kubica Teamkollegen in der Formel 1. Nachdem der Pole in der zweiten Hälfte der Saison 2006 das Cockpit von Jacques Villeneuve übernommen hatte, fuhr er bis Ende des Jahres 2009 gemeinsam mit Heidfeld für BMW-Sauber. "Er war der kompletteste meiner Teamkollegen", erinnert sich der Deutsche im Podcast 'Beyond The Grid' zurück.

"Er war nicht so schnell wie Kimi [Räikkönen] im Rennen und nicht so schnell wie Webber im Qualifying [...], aber als Gesamtpaket war er sehr gut", berichtet Heidfeld, der die WM in den drei gemeinsamen BMW-Jahren zweimal vor Kubica beendete. Lediglich 2008 hatte er das Nachsehen.

Heidfeld erinnert sich, dass der Pole das damals nur schwer akzeptieren konnte: "Was mir nicht an ihm gefallen hat, und wo er sich vielleicht auch selbst im Weg gestanden ist: Er hatte immer den Verdacht, dass ich vom Team bevorzugt werde", verrät er und erklärt: "Weil es mit BMW ein deutsches Team war und ich ein deutscher Fahrer. Das hat mir nicht gefallen, weil er das ziemlich oft über die Presse gespielt hat. Es war einfach nicht wahr."

Trotzdem hat Heidfeld eine Menge Respekt vor seinem langjährigen Teamkollegen - vor allem vor dessen Comeback nach einem schweren Rallyeunfall: "Er ist ein Held", lobt Heidfeld und erklärt: "Nach diesem Unfall zurückzukommen, auch wenn er nicht mehr so schnell war wie davor, ist eine erstaunliche Leistung. Nicht nur körperlich, sondern auch mental."

Mit Bildmaterial von BMW.

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