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Nico Hülkenberg erneut auf Platz 11: "Es war ein ziemlicher Ritt"

Nach einem schwierigen Freien Training krallt Audi sich die 6. Startreihe zum Sprint - Nico Hülkenberg sieht sein Team "wieder konkurrenzfähig"

Nico Hülkenberg erneut auf Platz 11: "Es war ein ziemlicher Ritt"

Nico Hülkenberg verpasste in Montreal den Einzug in die Top 10 denkbar knapp

Foto: LAT Images

Da ist sie wieder - die 11! Betrachten wir Qualifying, Rennen und Sprint-Sessions zusammen, steht hinter dem Namen Nico Hülkenberg in sechs von elf Fällen der 11. Platz. Vermutlich ist es auch genau das, was Audi derzeit imstande ist zu leisten.

Schauen wir auf die Ergebnisse von Gabriel Bortoleto, tänzelt der zumeist um diese mysteriöse Elf herum - immerhin mit einigen Ausreißern in die Top-10-Region, wie in Australien und Japan. Zugegeben, in der Sprint-Qualifikation von Kanada flog Hülkenberg diese Platzierung denkbar knapp und vor allem spät entgegen.

Vier Sekunden vor dem Schwenken der Zielflagge setzte sich der Audi-Pilot mit seiner 1:14,595 auf den rettenden 10. Platz. Franco Colapinto, Esteban Ocon und Oliver Bearman konnten dem nichts mehr entgegensetzen. Doch da war noch Carlos Sainz, der mit seinem wiedererstarkten Williams die letzte Runde für sich beanspruchte, damit zusätzlich die besten Kursbedingungen in Montreal vorfand und sich knapp vor den Deutschen setzte.

Audi nach Problemen im Freien Training mit mutmachendem Turnaround

Am Ende entschieden mal wieder lächerliche fünf Hundertstelsekunden über Hülkenbergs Einzug in die finale Session. "Natürlich schade, um ein halbes Zehntel den Einzug ins SQ3 verpasst zu haben. Aber hat nicht sollen sein", so der 38-Jährige. (Zum Sprint-Qualifying-Bericht)

Zwar lag Hülkenberg im 1. Freien Training noch auf Platz 9, der Audi-Pilot sprach nach dem Sprint-Qualifying jedoch von einem "sehr herausfordernden und problematischen ersten Freien Training". Das Team hatte mit einigen Problemen zu kämpfen, es sei daher "nicht die beste Vorbereitung" gewesen.

Dennoch habe "man dann das beste Auto auf die Strecke" gebracht. "Es war ein ziemlicher Ritt.", so der Deutsche. Für den Rest des Wochenendes sei "noch alles drin". Für Hülkenberg sei Audi damit wieder konkurrenzfähig. Gerade im Hinblick auf den Sonntag mache der Turnaround Mut, um endlich mal wieder etwas Zählbares mitzunehmen. Im Sprint wird es vermutlich nicht für Punkte reichen. Im Kampf um Platz 10 ist Audi aber anscheinend dabei.

Kommen die fehlenden Hundertstel über Nacht?

Das bestätigt auch Teamkollege Bortoleto, der direkt hinter Hülkenberg auf Platz 12 landete - seinerseits nur drei Hundertstelsekunden hinter dem Deutschen. Die Top 10 sind für den Brasilianer eine "realistische Sache". Die Strecke sei zwar knifflig und extrem schmutzig gewesen, aber "alle hatten mit den Reifentemperaturen zu kämpfen". "Ich denke, ich bin eine ordentliche Runde gefahren", so Bortoleto zufrieden.

"Es ist natürlich frustrierend, die letzte Session des Sprint-Qualifyings wegen derart geringer Abstände zu verpassen", so Audis Renndirektor Allan McNish. "Positiv war jedoch zu sehen, dass beide Fahrer das Auto genau ins richtige Fenster bringen konnten."

Audi bringe das nicht nur eine ordentliche Ausgangsposition für den morgigen Sprint, sondern auch "Zuversicht für das Hauptrennen". "Über Nacht liegt noch ein bisschen Arbeit vor uns", so der Brite weiter. Das Team hofft jetzt, die fehlenden Hundertstel noch finden zu können, "um einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen."

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