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Nico Hülkenberg: Renault-Aufwärtstrend "sendet eine Botschaft"

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Nico Hülkenberg: Renault-Aufwärtstrend "sendet eine Botschaft"
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper, Featured writer
09.06.2019, 10:00

1:6 im Qualifying-Duell, aber vier Renault-Motoren in den Top 10: Nico Hülkenberg freut sich über den Aufwärtstrend seines Teams vor dem Heimspiel in Frankreich

Das große Update soll erst beim Heim-Grand-Prix in zwei Wochen in Frankreich kommen, aber bereits beim Grand Prix von Kanada (Formel 1 2019 ab 19:40 Uhr live im Ticker) präsentiert sich das Renault-Team stark verbessert. Daniel Ricciardo lag im Qualifying kurz vor Schluss sogar an dritter, Nico Hülkenberg phasenweise an vierter Stelle. Am Ende landeten die beiden auf P4 beziehungsweise P7.

"Es war für das Team das beste Qualifying der Saison. Für mich persönlich auch eines der besseren", sagt Hülkenberg. "Ich hatte schon ein paar Qualifyings, die nicht optimal waren, aus verschiedenen Gründen. Heute war auch nicht perfekt, aber okay - nehme ich so."

Für den Deutschen ist Platz sieben das beste Qualifying-Ergebnis der bisherigen Saison; im teaminternen Duell steht es nun allerdings schon 1:6 gegen Ricciardo. In Montreal fehlten am Ende 0,253 Sekunden.

Doch das trübt die Freude über das Teamergebnis nicht: "Wir können heute sehr zufrieden sein", findet Sportdirektor Alan Permane. "Wir hatten uns ein reibungsloses Wochenende vorgenommen, und die Hälfte haben wir jetzt mal geschafft. Es ist ein tolles Ergebnis, und es war eine tolle Leistung von beiden Fahrern."

 

"Wir werden im Rennen unser Bestes geben, aber wir müssen auch realistisch sein", sagt der Brite. Denn dass Ricciardo den Red Bull von Pierre Gasly (5.) und den Mercedes von Valtteri Bottas (6.) hinter sich lassen kann, ist unwahrscheinlich. Und Max Verstappen kommt von P9. Trotzdem: "Es ist eine große Chance, gute Punkte zu sammeln."

Langsam aber sicher zeigt die Formkurve bei Renault nach oben. Der neue Motor hatte in den ersten Rennen mehrmals für Probleme gesorgt, zum Beispiel beim Doppelausfall in Bahrain. Das bekommen die Franzosen langsam immer besser in den Griff.

Vier Renault-Motoren in Q3: "Das sendet schon eine Botschaft", freut sich Hülkenberg. "Es zeigt, dass Renault nach den Problemen am Saisonbeginn wirklich gut reagiert und die Situation sehr schnell wieder in den Griff bekommen hat. Das war beeindruckend - und genau, was wir gebraucht haben. Sehr wichtig."

Großer Nachteil: Anders als Bottas und Verstappen muss das Renault-Duo mit dem Soft-Pirelli starten, der am Freitag bei den Longruns relativ schnell abgebaut hat. Auch wenn der Abbau am Renault bei weitem nicht so dramatisch war wie etwa bei Ferrari. Hülkenberg: "Mal sehen, wie lang der Soft hält. Der war dieses Wochenende ein bisschen problembehaftet."

"Es ist hier jedes Jahr das Gleiche. Der Asphalt ist so fein, dass der Abrieb sehr stark ist. Im Vorjahr war es am Freitag genau das Gleiche, aber am Sonntag war es viel besser. Je länger das Wochenende dauert, desto besser wird die Strecke. Das hilft gegen den Abrieb. Wir müssen sehen, wie der Reifen darauf reagiert", sagt er.

Mit Bildmaterial von LAT.

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