Nico Hülkenberg: Strafen bei F1 in China waren "Zentimeterentscheidungen"
Nico Hülkenberg sagt, dass die beiden Strafen, die er beim Grand Prix von China bekam, "Zentimeterentscheidungen " waren.
Der Renault-Pilot bekam zuerst eine 5-Sekunden-Strafe, nachdem er den Haas von Romain Grosjean während der virtuellen Safety-Car-Phase überholt hatte.
Wenige Minuten später wurde er erneut bestraft, dieses Mal mit einer 10-Sekunden-Strafe, weil er den Sauber von Marcus Ericsson überholt hatte, als das Safety-Car auf der Strecke war.
"Das waren beides Zentimterentscheidungen. An Grosjean kann ich mich kaum erinnern, weil so viel los war. An Ericsson erinnere ich mich. Ich fuhr mit ziemlich viel überschüssigem Tempo außen um ihm herum, war fest entschlossen und in Kurve 2 muss man scharf einlenken."
"Deshalb habe ich auch die Nachricht auf meinem Display nicht sofort gesehen. Als ich sie gesehen habe, war ich schon vorbei und ich sagte dem Team 'Leute, wir haben hier ein kleines Problem. Ich glaube, es war okay, aber es war knapp.' Ich habe sie darauf hingewiesen. Der Rest ist bekannt."
Er sagte weiter, dass es geholfen hätte, wenn die Rennleitung ihm gesagt hätte, die Positionen zurückzugeben.
"Das wäre nett gewesen, auf der anderen Seite ist es für Charlie [Whiting] aber recht schwierig, jedes einzelne Auto und jeden einzelnen Kampf zu überwachen, da draußen sind 20 Autos. Vielleicht hätten wir ihn fragen können, ob wir die Position zurückgeben müssen. Es geschah aber alles sehr schnell. Ohne das wäre unser Rennen etwas anders gelaufen, aber wir hätten von da keine Punkte geholt."
Hülkenberg war als 7. ins Rennen gegangen und wurde am Ende 12. Obwohl er seiner Leistung im Qualifying für eine Überraschung gesorgt hatte, spielte Hülkenberg die Bedeutung herunter.
"Das Qualifying ist ein Teil des Wochenendes und wichtig, im Vergleich zum Rennen ist es aber eine Kleinigkeit", sagte er. "Ich mache mir um die Leistung im Quali keine großen Gedanken. Auf der einen Runde habe ich viele Autos gesehen, die eine sehr gute Leistung bringen können, man braucht aber über 50 Runden ein gutes Auto, ein Auto. Das gut anspricht, eine gute Balance. Wir müssen uns auf diesem Gebiet nur noch verbessern."
"Das Rennen war ehrlich gesagt nicht so aufregend, wir waren etwas enttäuscht. Ich denke, wir haben am Sonntag wieder viel gelernt. Wir haben am Auto Dinge gefunden, von denen wir glauben, dass wir sie mit einfachen Änderungen bei der Abstimmung verbessern können. Ich bin sehr froh, dass wir an eine Rennwochenende auf Anhieb durchstarten können. Wir können daran weiter arbeiten und das Renntempo verbessern.
Hülkenberg betonte, dass die Strategieentscheidung am Ende der 1. Runde in China richtig war und es nur aufgrund des Timings der Saftey-Car-Phase ausgesehen hätte, als wäre sie falsch gewesen.
"Eine Runde lang sah es großartig aus. Wir haben am Ende von Runde 1 eine rechte gewagte Entscheidung getroffen, an die Box zu kommen. Das war der richtige Zeitpunkt dafür. Die Strecke war überall außer auf der Start-Ziel-geraden trocken."
"Leider hat sich das nicht ausgezahlt, denn sobald ich die Box verlassen hatte, kam das Safety-Car heraus und hat uns erledigt, bevor wir überhaupt angefangen hatten. Aber so ist es nun mal mitunter im Rennsport, im Leben. Das ist schade. Jetzt sehen wir nicht gut aus, wäre das Safety-Car aber nicht gekommen, wäre ich wahrscheinlich bis auf Platz 3 oder so gekommen und von da aus weitermachen können."
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