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Auch Rosberg glaubt: Schumacher-Rekorde vor Hamilton nicht sicher

Nico Rosberg bewundert Lewis Hamilton für seinen fünften Titelgewinn und glaubt, dass Michael Schumacher weitere Rekorde in der Formel 1 bald los ist

Lewis Hamilton, Mercedes-AMG F1 W09 EQ Power+ celebrates with donuts

Die fünf steht da und es war ein hart erkämpfter Titel für Lewis Hamilton. Grund genug für seinen ehemaligen Teamkollegen und Erzrivalen Nico Rosberg, sich aus dem Ruhestand zu Wort zu melden. Der Weltmeister von 2016 ist überzeugt davon, dass Hamilton Schumacher noch vor Auslaufen seines gegenwärtigen Mercedes-Vertrags in Sachen Siegen und Titel mindestens egalisieren wird.

Bis Ende 2020 steht der Brite noch bei Mercedes unter Vertrag, das macht nach jetzigem Stand 42 Rennen. Er liegt mit 71 Siegen auf Rang zwei der ewigen Bestenliste (Schumacher: 91) und hat noch zwei WM-Titel Rückstand. Bei den Pole-Positions hat er den Deutschen schon überholt und baut mit jeder Pole den Rekord weiter aus.

 

In einer Videobotschaft gratuliert Rosberg seinem ehemaligen "In-Team-Feind": "Fünf Titel sind unglaublich. Es ist schon verrückt, [Juan Manuel] Fangios Statistik zu egalisieren. Jetzt kann er realistisch betrachtet Jagd auf die Rekorde von Schumacher machen. Er ist noch zwei WM-Titel und 20 Siege entfernt, das ist in zwei Jahren machbar."

"Es ist fantastisch - er kann jetzt tatsächlich statistisch gesehen der Beste aller Zeiten werden. Das ist völlig irre, aber möglich. Das wird ihn motivieren", sagt der 33-Jährige. Womöglich nicht ganz ohne Eigennutz, schließlich könnte er dann von sich behaupten, den Besten aller Zeiten geschlagen zu haben.

Gratulation ans Ex-Team

Der Titelgewinn von Hamilton erinnerte ein wenig als Schumachers Meisterschaft von 2003. Auch der Ferrari-Pilot holte den Titel damals in einem vergleichsweise blassen Rennen. "Das war für Mercedes sicher nicht das beste Rennen, aber das ist völlig egal", winkt Rosberg ab. "Wenn interessiert's - das große Ganze zählt."

 

Seine Message an sein ehemaliges Team: "Ihr verdient es alle, ein phänomenaler Job! Besonders, weil Ferrari in diesem Jahr im Durchschnitt wohl das etwas bessere Auto hatte. Unter solchem Druck in der Mitte der Saison das Auto so stark weiterzuentwickeln war ein bärenstarker Kraftakt."

"Ab Saisonhalbzeit gab es nur noch ein Muster: Sebastian und sein Team haben nur noch Fehler, Mercedes und Lewis alles richtig gemacht", lautet die schonungslose Analyse des Vorruheständlers. "Es ist komplett auseinander gedriftet. Nur aus diesem Grunde ist es so schnell zu Ende gegangen und der Punkteunterschied so groß. Ich hoffe, dass ihr alle eine schöne Party heute Nacht haben werdet."

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