Nigel Mansell: Formel 1 ist keine fahrerische Herausforderung mehr

Der frühere Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell beklagt sich darüber, dass der moderne Grand-Prix-Sport nicht mehr ein Ritt auf der Rasierklinge ist.

„Die Autos sind heute viel zu einfach zu fahren“, sagt Mansell der Gazzetta dello Sport. „Vom Kommandostand bekommen die Piloten außerdem alles gesagt. Sie können ihre Fähigkeiten gar nicht aufzeigen.“

Den aktuellen Formel-1-Fahrern werde zu viel Hilfe zuteil, meint Mansell. „Zu meiner Zeit gab es, wenn du Glück hattest, drei Ingenieure pro Auto. Heute stehen 30 Ingenieure in einer Box“, so der Weltmeister von 1992.

„Damals hatten wir auch breitere Reifen, rutschten aber dennoch herum in den Kurven. Da konntest du dich als Fahrer noch auszeichnen“, sagt Mansell. „Heute lassen die Reifen nach, sobald du ein bisschen aggressiver fährst.“

Der absolute Gipfel ist aus seiner Sicht aber künstliches Überholen. „Der verstellbare Heckflügel“, so Mansell, „ist einfach nur verrückt. Um damit zu überholen braucht es nun wirklich kein Talent mehr.“

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Rennserien Formel 1
Fahrer Max Verstappen
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