Niki Lauda: Dietrich Mateschitz hat Interesse an Formel 1 verloren

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Niki Lauda: Dietrich Mateschitz hat Interesse an Formel 1 verloren
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
Übersetzung: Stefan Ehlen
28.09.2015, 12:53

Niki Lauda meint, Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz interessiert sich nicht mehr für die Formel 1, weshalb dieser seine Teams zurückziehen könnte.

Dietrich Mateschitz, Geschäftsführer und Gründer von Red Bull, bei der Legenden-Parade
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB11
Niki Lauda
Daniil Kvyat, Red Bull Racing RB11
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB11

Red Bull hat in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass sie die Formel 1 verlassen könnten, sofern es ihnen nicht gelingt, ein konkurrenzfähiges Motorenpaket für 2016 zu schnüren.

Die Hoffnungen auf Mercedes-Triebwerke hatten sich unlängst zerschlagen und die Gespräche mit Ferrari ziehen sich länger hin als erwartet. Was Lauda, Aufsichtsratschef beim Mercedes-Rennstall, zur Annahme verleitet, dass Mateschitz selbst nicht mehr so viel Druck macht wie in der Vergangenheit.

„Er tut es einfach nicht“, sagt Lauda. „Ich habe das Gefühl, er engagiert sich nicht genug in dieser Angelegenheit. Früher hat er doch alles selbst gemacht.“

„Jetzt“, so Lauda weiter, „lässt er Helmut [Marko] und Christian [Horner] daran arbeiten. Er selbst ist aber nicht mehr die Führungsfigur, die er in der Vergangenheit war.“

Was ist dran an der Ausstiegsdrohung?

Hat Mateschitz also wirklich das Interesse an der Formel 1 verloren? Lauda: „Es sieht ganz danach aus, ja. Ich kenne ihn schon sehr lange. Normalerweise ist er das Mastermind hinter solchen Dingen. Aber derzeit hält er sich aus allem raus.“

Angesichts der Zurückhaltung von Red-Bull-Chef Mateschitz glaubt Lauda, dass der in den Raum gestellte Rückzug aus der Formel 1 keine leere Drohung sein könnte.

„Es ist schwierig für mich, dergleichen von außen zu beurteilen. Doch so wie sich Didi derzeit verhält, denkt er womöglich tatsächlich darüber nach“, sagt Lauda.“

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