Nikita Masepin gibt zu: Mit instabilem Auto bin ich einfach schlecht

Nikita Masepin kassiert die nächste deutliche Niederlage im Formel-1-Duell gegen Mick Schumacher - Der Grund liege in einer Eigenschaft des Autos

Nikita Masepin gibt zu: Mit instabilem Auto bin ich einfach schlecht

Nach der nächsten deutlichen Niederlage im Formel-1-Teamduell gegen Mick Schumacher herrschte bei Nikita Masepin Frustration vor. Mit einer halben Sekunde Rückstand auf seinen Haas-Teamkollegen beendete der Russe das Qualifying in Spielberg auf dem 20. und letzten Platz, zum fünften Mal in dieser Saison. Im Qualifying-Vergleich mit Schumacher liegt Masepin inzwischen 1:8 hinten.

Zwar blieb Masepin ohne groben Fehler, doch die Pace war einfach nicht da. "Das war vermutlich einer der frustrierendsten Tage, seit ich in der Formel 1 bin", findet der 22-Jährige deutliche Worte. Das Auto habe dabei eine Eigenschaft, die Masepin überhaupt nicht mag.

"Es ist ein Trend, ich bin einfach ziemlich schlecht darin, Autos zu fahren, die am Kurveneingang nicht sehr stabil sind. Und das ist der Haas einfach nicht", erklärt er. Der US-Bolide neigt extrem zu Übersteuern am Kurveneingang. "Wir versuchen, Dinge zu finden, die einfach nicht da sind. Und dann wird es ziemlich hoffnungslos", klagt der Russe.

Steiner: Haas-Bolide "Meister der Instabilität"

Auch Teamchef Günther Steiner bestätigt die Eigenschaft des VF-21, die seinem Fahrer nicht liegt. "Er mag kein instabiles Auto am Kurveneingang. Und dieses Auto ist ein Meister der Instabilität", sagt der Südtiroler. Auch Kevin Magnussen und Romain Grosjean hätten dies im vergangenen Jahr berichtet. "Wenn du das nicht magst, hast du größere Probleme", sagt Steiner.

Er selbst wisse nicht, wie es sich im Cockpit anfühle. "Aber viele Fahrer verlieren das Vertrauen, wenn das Auto bei der Einfahrt instabil ist. Denn sie wissen dann nicht, wie sie die Kurve attackieren sollen, ohne sich zu drehen", meint Steiner. Bei Masepin gab es in diesem Jahr bereits einige Dreher, weshalb er in den Sozialen Medien und auch mit Augenzwinkern im Team selbst den Spitznamen "Masespin" hat.

Teamkollege Mick Schumacher hat diese Probleme nicht in dem Maße. "Aus meiner Sicht bin ich sehr glücklich mit unserer und meiner Arbeit, vor allem mit den Entscheidungen, die wir treffen. Ich teile das Gefühl nicht, ich bin ziemlich glücklich", sagt Schumacher. Steiner erklärt, dass sich der Deutsche einfach wohler fühle im Auto. "Er kann mit der Instabilität besser umgehen", so Steiner.

Masepin klagt weiter über schwereres Chassis

Ein großes Thema war zuletzt auch das Chassis bei Masepin, das etwas schwerer ist als jenes von Schumacher. Steiner bestätigte dies, erklärte aber auch, beide Fahrer hätten untereinander bereits immer wieder getauscht. Masepin stellte klar, der Umstand sei "nicht akzeptabel. Es macht mir nur das Leben etwas schwerer", sagte er. Steiner kündigte bereits an, nach der Sommerpause bekäme Masepin ein neues Chassis.

Nach dem Qualifying in Spielberg klagte Masepin, er habe das leichtere Chassis bislang nur in Monaco erhalten - an jenem Wochenende, als er seinen einzigen Sieg im Qualifying gegen Schumacher landete, weil dieser nach einem Unfall an der Qualifikation gar nicht teilnehmen konnte.

"Es ist einfach ein physikalisch-mathematischer Unterschied", stellt Masepin klar. "Wir Fahrer müssen auf jedes Kilo achten, manchmal trinkt man extra weniger Wasser vorher, um im Qualifying so leicht wie möglich zu sein. Wenn du dann vier Kilo im Chassis verlierst, dann macht das einen großen Unterschied auf den Geraden. In Paul Ricard, in Österreich und dann auch in Silverstone", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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