Nikita Masepin: Warum sein Rückstand auf Schumacher schon wieder riesig war

Nikita Masepin musste sich im Formel-1-Qualifying in Istanbul erneut deutlich Mick Schumacher beugen, fast drei Sekunden betrug der Rückstand - Die Gründe:

Nikita Masepin: Warum sein Rückstand auf Schumacher schon wieder riesig war

Zum zweiten Mal nacheinander hat Nikita Masepin in einem Formel-1-Qualifying eine heftige Abreibung kassiert. Vor zwei Wochen bei seinem Heimrennen in Sotschi bügelte Mick Schumacher den Russen um fast vier Sekunden, und auch in Istanbul war der Unterschied deutlich - 2,894 Sekunden war der Deutsche schneller. Und nicht nur das. Während Masepin Letzter wurde, schaffte Schumacher überraschend den Einzug in Q2.

Sowohl in Russland als auch in der Türkei herrschten im Qualifying knifflige Bedingungen, und diese kommen Masepin nicht entgegen. Der 22-Jährige kämpfte erneut mit der Reifentemperatur. "Die Bedingungen waren für alle hart. Die Strecke war zu 70 Prozent trocken und zu 30 Prozent nass. Man brauchte also jedes Bisschen Temperatur", erklärt er.

Nach dem ersten Versuch in Q1 war der Abstand zwischen beiden auch deutlich geringer als am Ende der 18 Minuten. "Mein erster Versuch war gut, aber leider habe ich dann bei meinem zweiten Versuch eingangs Kurve 1 das Auto verloren. Und danach war es einfach Murks. Eine chaotische Session mit leider sehr niedrigen Reifentemperaturen auf meinem letzten Versuch", fasst Masepin zusammen.

Nasses Qualifying bereitet Masepin noch Probleme

Doch sein Selbstvertrauen leide nicht darunter, versichert er. Denn schließlich sei die Strecke für ihn neu und bis zum Qualifying sei alles ganz gut gelaufen. "Die Leute schauen natürlich nur auf das Qualifying, aber obwohl ich hier zum ersten Mal in meinem Leben fahre, waren alle drei Trainings gut. Also nein, das Vertrauen ist da, und ich freue mich einfach darauf, morgen auf die Strecke zu gehen", sagt er.

Grundsätzlich sieht sich Masepin auf dem richtigen Weg. Unter trockenen Bedingungen habe er bereits ein gutes Verständnis für die Reifen entwickelt. Einzig die feuchten Sessions bereiten ihm noch ein paar Probleme, auch, weil er auf so vieles achten muss.

"Wenn wir ein nasses Qualifying erwarten und die Strecke dann abtrocknet, ist es sehr hektisch, und es ist sehr schwierig, das komplette Programm durchzuziehen, weil man nicht nur auf sich selbst achten muss, sondern auch darauf, dass man die Leute, die auf den schnellen Runden sind, nicht behindert", schildert Masepin.

Arbeit mit neuem Renningenieur läuft gut

Das Wochenende in Istanbul findet zudem auch noch unter besonderen Vorzeichen für ihn statt. Sein Renningenieur Dominic Haines ist aus persönlichen Gründen weder in Istanbul noch beim kommenden Rennen in Austin dabei. Stattdessen übernimmt Chefingenieur Ayao Komatsu diese Aufgaben mit.

Masepin betont, dass sowohl Haines als auch Komatsu "tolle Profis" seien. "Natürlich ist Ayao der Chefingenieur in unserem Team, aber ich habe das ganze Jahr unter ihm gearbeitet, also haben wir viel miteinander gesprochen. Er ist nicht wie ein neues Teammitglied, also läuft es reibungslos. Und ja, heute war einfach ein schlechter Tag für mich, aber nicht in irgendeiner Weise für das Team", stellt er klar.

Denn dass Haas in Istanbul eines der besten Wochenenden der Saison erlebt, ist Masepin nicht verborgen geblieben. "Ich denke, wir sind als Team viel näher dran an unseren Konkurrenten", sagt Masepin auch mit Blick auf Schumachers Einzug in Q2.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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