Nikita Masepin: Zoff vom Samstag beim Fußball wegtherapiert

Nach dem Ärger im Qualifying in Mexiko lud Nikita Masepin sein Team zu einem kleinen Fußballspiel, einen Tag später folgte ein ungewohntes Rennen

Nikita Masepin: Zoff vom Samstag beim Fußball wegtherapiert

Den Zoff vom Qualifying in Mexiko hatte Nikita Masepin mit seinem Team noch am selben Abend aus der Welt geschafft. "Wir haben Fußball gespielt. Ich konnte ein Stadion und ein paar Schiedsrichter auftreiben und dann haben wir ein bisschen gekickt. Wir haben alles Negative an der Strecke gelassen und wir haben dann schnell ein tolles Teamgefühl entwickelt", sagt der Russe, der sich zuvor noch ungerecht behandelt fühlte.

Was folgte, war ein Rennen, in dem sich Masepin zumindest kurzzeitig in ungewohnten Gefilden aufhielt. Nach der Startphase lag der Haas-Pilot auf dem elften Platz. "Das hat sich schön angefühlt", resümiert der 22-Jährige. Für "zehn bis zwölf Runden" habe er anschließend auch kämpfen können, betont er: "Danach war ich einfach sehr vorsichtig, auch mit den blauen Flaggen und all dem Zeug."

Vor allem mit Williams sah er sich mehr oder weniger auf Augenhöhe. "Wir hatten eine gute Pace im Vergleich zu Williams, sie hatten größere Probleme als wir. Und dann haben wir uns entschieden, sie zu covern", schildert Masepin.

Masepin überzeugt: Hätten Latifi schlagen können

In Runde 13 kam er zu seinem Boxenstopp, um den Undercut von Nicholas Latifi, der zwei Runden zuvor die Reifen hatte wechseln lassen, zu verhindern. Doch der Stopp ging nicht reibungslos vonstatten. "Leider war der Boxenstopp recht langsam und wir haben die Position an Latifi verloren", erklärt er.

Danach war es mit der Herrlichkeit und dem Gefühl, im Pulk unterwegs zu sein, auch schon wieder vorbei. Masepin fiel ganz ans Ende des Feldes zurück. "Danach war es schwierig, mitzuhalten, weil wir ohnehin so wenig Abtrieb haben und man den Autos kaum folgen kann", klagt er.

Masepin ist überzeugt: "Wäre das nicht passiert, hätten wir Latifi halten können." Eine gewagte These, schließlich verlor er bis Rennende knapp eine Runde auf den Kanadier.

Steiner lobt Masepin

Dennoch nimmt er einige positive Dinge aus dem Wochenende mit, Gleiches gilt auch für Teamchef Günther Steiner. "Er hatte einen guten ersten Stint. Ich meine, er konnte kämpfen", sagt Steiner mit Blick auf Masepins Leistung. Viele Fahrer hinter seinem Schützling hätten mit Problemen zu kämpfen gehabt.

Die Strategie, Masepin früh reinzuholen, sei nicht nur eine Reaktion auf Latifis Stopp gewesen, sondern wurde auch gewählt, um ihn möglichst lange aus den blauen Flaggen herauszuhalten. "Für einen Fahrer ist es immer nervig, wenn er viele blaue Flaggen bekommt. Denn man muss dann von der Linie fahren, sammelt den Dreck auf und muss die Reifen erst wieder sauber bekommen", erklärt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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