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Noch kein Honda-Vertrag für 2026: Wieso Yuki Tsunoda aktuell noch zittern muss

Red Bull hat sich Ende 2025 von Honda getrennt, und Yuki Tsunoda sitzt zwischen den Fronten: Warum der Japaner noch keinen Honda-Vertrag für 2026 unterzeichnet hat

Warum Yuki Tsunoda für 2026 noch keinen Honda-Vertrag unterzeichnet hat

Red-Bull-Ersatzfahrer Yuki Tsunoda hat noch keinen neuen Honda-Vertrag

Foto: LAT Images

Yuki Tsunoda droht in der Formel-1-Saison 2026 die Rolle des Zuschauers: Nach seinem Aus bei Red Bull bleibt der Japaner dem Team zwar als Ersatzfahrer erhalten, doch ein neues Stammcockpit ist nicht in Sicht. Zudem ist auch die Verbindung zu Honda, die Tsunoda einst den Weg in die Königsklasse ebnete, noch offen.

Denn für 2026 existiert bislang kein Vertrag zwischen Tsunoda und dem japanischen Hersteller. "Bezüglich des diesjährigen Vertrags mit Tsunoda laufen die Verhandlungen noch, es wurde noch keine konkrete Vereinbarung getroffen", bestätigt Koji Watanabe, Präsident der Honda Racing Corporation (HRC).

"Das wird in zukünftigen Gesprächen besprochen", ergänzt der Japaner und unterstreicht damit grundsätzliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. Allerdings ergibt sich ein strukturelles Problem: Denn Red Bull wird ab 2026 nicht mehr mit Honda-Aggregaten antreten, sondern mit eigenen Antrieben von Red Bull Powertrains.

Die Rolle von Tsunoda als Reservefahrer bei Red-Bull-Ford könnte die Lage deshalb verkomplizieren. "Aus Sicht von Honda gibt es kein Problem", stellt Watanabe allerdings klar. "Entscheidend ist, wie Ford beziehungsweise Red Bull die Situation sieht."

Tsunoda-Zukunft: Honda verhandelt mit Red Bull

Je nachdem, welche Bedingungen Red Bull vorschlägt, wird sich der Rahmen ändern, innerhalb dessen Honda Tsunoda einsetzen kann. "Ich halte dieses Szenario für möglich", erklärt der HRC-Präsident am Rande des Tokyo Auto Salon und präzisiert: "Die Verhandlungen laufen nicht mit Tsunoda selbst, sondern mit Red Bull."

Ein Wechsel zu Aston Martin, das ab 2026 mit Honda-Motoren antreten wird, erscheint hingegen unwahrscheinlich. Anders als bei Red Bull, wo Hondas Fahrerakademie eng mit dem Juniorprogramm der roten Bullen verzahnt war, existiert bei Aston Martin keine vergleichbare Kooperation im Nachwuchsbereich.

Die Briten verfügen bereits über ein eigenes Entwicklungsprogramm: Mari Boya steigt nach seinem dritten Platz in der Formel 3 im vergangenen Jahr in die Formel 2 auf, während die Deutsche Mathilda Paatz in der F1 Academy an den Start gehen wird. Reservefahrer Jak Crawford entstammt ebenfalls bereits der teaminternen Akademie.

Honda hält eigenes Nachwuchsprogramm aufrecht

Auch Honda selbst hat mehrere Nachwuchstalente langfristig gebunden, darunter den französischen Formel-4-Meister von 2024, Taito Kato. Der Japaner belegte im vergangenen Jahr den siebten Gesamtrang in der Formula-Regional-Europe und wird in der kommenden Saison in der Formel 3 antreten.

"Pläne für eine Red-Bull-ähnliche Kooperation mit Aston Martin gibt es bisher nicht", betont Watanabe. "Ich gehe davon aus, dass wir weiterhin verschiedene Programme mit Aston Martin koordinieren werden, aber derzeit gibt es nichts, worauf wir uns geeinigt haben und sagen: 'Das machen wir jetzt sofort.'"

"Daher werden wir momentan weiterhin Fahrer bis zur Formel 2 innerhalb des HFDP, Hondas eigenem Nachwuchsprogramm, fördern, und falls Fahrer auftauchen, die in der Lage sind, in der Formel 1 zu fahren, werden wir sie Aston Martin empfehlen."

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