Noch keine Entscheidung bei Renault: „Namenloser“ Motor für Red Bull muss warten

Bleibt Renault wirklich in der Formel 1? Bis diese Frage endgültig geklärt ist, wird es keine Entscheidung über einen Motor für Red Bull geben, sagt Geschäftsführer Carlos Ghosn.

Red Bull läuft schön langsam die Zeit davon. In Milton Keynes müsste man wissen, welchen Motor die Boliden nächstes Jahr im Heck haben sollen, um mit dem Bau des RB12 beginnen zu können. Von Renault ist bisher jedoch nur zu hören, dass erst wichtigere Entscheidungen getroffen werden müssten. In erster Linie, ob und in welcher Form man überhaupt in der Formel 1 bleiben wolle.

Ghosn will bald eine Entscheidung über Renaults Zukunft in der Formel 1 treffen, Teil davon soll eine Übernahme von Lotus und ein Einsatz des Teams als Werksteam sein.

Renault kommt an erster Stelle

Der Geschäftsführer von Renault F1, Cyril Abiteboul, sagte: „Ich glaube, man kann sagen, dass Red Bull eine Lösung gefunden hat. Wir werden es mitteilen, inwieweit die Renault miteinbezieht, als Erstes müssen wir aber über unser Engagement in der Formel 1 entscheiden.“

„Unser Engagement in der Formel 1 und eine Ankündigung darüber, beginnt nicht mit Red Bull, denn wir haben bereits klar gemacht, dass wir kein Interesse daran haben, als Motorenlieferant dabei zu bleiben.“

„Die erste Frage ist also: Was wollen wir in der Formel 1 tun? Und was soll das alles beinhalten? Was machen wir mit Lotus? Was machen wir mit Red Bull und Toro Rosso?“

„Außerdem, was machen die Partner des Renault-Programms – wie Total/Infiniti?“

„Ich weiß, dass es darum einige Spekulationen gab, was zählt ist, aber die Entscheidung unseres Geschäftsführers.“

Inakzeptable Kritik


Trotz der öffentlichen Streitereien mit Red Bull im Laufe des Jahres ist Renault bereit, die Partnerschaft fortzusetzen, da man nicht dafür verantwortlich sein will, dass Red Bull nicht mehr antreten kann.

Abiteboul erklärt aber, dass es nach der Kritik von Red Bull nicht richtig wäre, die Partnerschaft wie gehabt fortzusetzen und den Namen Renault auf den Motoren zu lassen.

„Wenn wir Red Bull beliefern, dann geschieht das, weil es für unsere Zukunft gut wäre,“ sagte er bezüglich der namenlosen Motoren.

„Ich habe alle dazu angehalten, nach vorne anstatt zurück zu schauen, aber es gibt natürlich eine Historie – insbesondere eine kürzliche zwischen Red Bull und Renault, die sehr viel Nervosität hervorruft, wenn es um eine Verbindung zur Marke geht.“

„Ich verstehe, dass Red Bull das Produkt kritisieren kann. Andere verstehen das nicht, aber ich verstehe es. Sie können mich kritisieren, die technische Gruppe, die ich leite, die Marke zu kritisieren ist aber inakzeptabel.“

„Daher gibt es bezüglich des namenlosen Motors noch einige Dinge, die geklärt werden müssen.“

Der namenlose Renault-Motor ist momentan zwar die wahrscheinlichste Option für Red Bull, eine kleine Möglichkeit besteht aber auch noch, dass Honda sich trotz des Neins von McLaren zu einem Deal überreden lässt.

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