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Noch klarer Rückstand, aber: Charles Leclerc glaubt weiter an Ferrari-Siege

Auch wenn Ferrari gegen Mercedes klar im Nachteil ist, sieht Charles Leclerc Ferrari-Siege am Horizont: Die Formel 1 2026 ist ein Entwicklungsrennen

Noch klarer Rückstand, aber: Charles Leclerc glaubt weiter an Ferrari-Siege

Ferrari kann Mercedes bislang nur punktuell ärgern

Foto: LAT Images

Charles Leclerc sagt, dass Ferrari nach den ersten beiden Rennen der Formel-1-Saison 2026 "ganz ordentlich" dasteht, bis die Scuderia aus eigener Kraft siegfähig ist, könnte es angesichts des Vorsprungs von Mercedes jedoch ein Stück dauern. Seine Hoffnung: das starke Entwicklungsrennen unter dem neuen Regelwerk.

Zwar konnte Ferrari die Silberpfeile in Melbourne und Shanghai punktuell ärgern, eine wirkliche Chance auf den Sieg hatte man aber weder in Australien noch in China. Daher sagt Leclerc vor dem dritten Saisonlauf in Suzuka auch: "Ich glaube nicht, dass es so eng ist, wie die Leute vielleicht denken."

Natürlich gab es die engen Kämpfe mit George Russell und Kimi Antonelli, "aber sobald man mit diesen Autos auch nur minimal unter dem Optimum liegt, verliert man extrem viel Rundenzeit", so der Ferrari-Pilot.

Ferraris einzige Chance war bislang, Mercedes am Rennbeginn zu ärgern und an ihnen dranzubleiben. "Aber sobald sie freie Fahrt haben, zeigen sie ihr wahres Tempo - das haben wir im letzten Rennen gesehen", so Leclerc, der einen Rückstand von "vier oder fünf Zehnteln" ausmacht. "Das ist immer noch ein beträchtlicher Vorsprung."

Qualifying-Änderung macht keinen Unterschied

Vor allem im Qualifying konnte Mercedes seine Stärken bislang immer ausspielen und souverän die erste Startreihe belegen. Das droht auch in Suzuka, auch wenn die FIA vor dem Qualifying noch Änderungen bestätigte, sodass nun weniger Energie zurückgewonnen werden kann.

Doch Leclerc glaubt nicht, dass diese Änderung jetzt zum "Gamechanger" wird: "Es wird wohl ziemlich ähnlich bleiben - außer für den Fahrer, für den es vielleicht etwas weniger Lift and Coast bedeutet, was ich für eine gute Sache halte", sagt er. "Ich glaube nicht, dass diese spezielle Änderung das Wochenende grundlegend verändern wird."

Doch der aktuelle Rückstand entmutigt ihn nicht, wie er betont. Zwar ist Mercedes derzeit deutlich vorne, doch laut ihm komme es in diesem Jahr vor allem auf die Entwicklung und die Upgrades an. "Im Moment stehen wir ganz ordentlich da, aber wir sind natürlich nicht hier, um nur Podestplätze einzufahren - wir wollen Rennen gewinnen", betont er.

"Wir arbeiten sehr hart, und besonders die Leute im Werk geben alles, um so schnell wie möglich Upgrades zu liefern. Ich weiß, dass bald einiges kommen wird. Ob das den Unterschied ausmachen wird oder nicht, weiß ich nicht - und ich bin mir ziemlich sicher, dass die anderen auch nicht gerade Urlaub machen."

Eine Menge Verbesserungspotenzial

Trotzdem glaubt er daran, dass es möglich sein wird, Mercedes zu schlagen. Verbesserungspotenzial gebe es auf jeden Fall eine Menge. Er nennt vor allem die Optimierung der Power-Unit als wichtigsten Bereich und größten Differentiator zwischen Ferrari und Mercedes. "Allein durch die Optimierung kann man viel bewirken", sagt er.

"Dann ist da natürlich nicht nur das, sondern auch die reine Leistung, bei der wir im Vergleich zu ihnen momentan noch im Rückstand sind. Beim Chassis geht es um all die Feinabstimmungen, die man sich vorstellen kann - Dinge, die man zu Saisonbeginn identifiziert, wenn man versucht zu verstehen, was die Hauptlimitierung ist."

"Wir bekommen allmählich ein ziemlich klares Bild davon, welche Eigenschaften des Autos wir verbessern müssen, um schneller zu werden. Aber ich denke, vom Chassis her ist es eigentlich ein recht starkes Auto, das ist wahrscheinlich bisher unsere Stärke", sagt Leclerc. "Bei der Antriebseinheit mangelt es uns im Vergleich zu Mercedes derzeit noch."

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