Noch vor erstem F1-Rennen: Neuer Russland-Kurs wird länger

Der Igora Drive nahe St. Petersburg wird noch vor dem ersten Formel-1-Rennen verlängert: Die Ausweitung soll Steilkurven und Höhenunterschiede besitzen

Noch vor erstem F1-Rennen: Neuer Russland-Kurs wird länger

Noch vor dem ersten geplanten Formel-1-Rennen 2023 wird der neue russische Grand-Prix-Kurs nahe St. Petersburg umgebaut. Wie der Promoter des Rennens verkündet, bekommt der erst 2019 eröffnete Igora Drive ein paar zusätzliche Kurven und wird so um rund einen Kilometer länger als bisher. Aktuell misst die Strecke 4,086 Kilometer.

"In ihrer derzeitigen Gestaltung ist sie in Sachen Länge eher am Ende der Liste, wenn wir sie mit anderen Strecken im Formel-1-Kalender vergleichen", sagt Alexei Titow, Geschäftsführer von Promoter Rosgonki, gegenüber 'Motorsport.com'. "Darum muss sie etwas länger werden."

Eine Streckenskizze verrät, wie die geplanten Änderungen ausfallen sollen. Bislang führt die Strecke nach der Gegengeraden über eine 180-Grad-Kehre und zwei mittelschnellen Kurven direkt zurück auf Start/Ziel, später soll noch einmal eine zusätzliche Schleife gefahren werden, die Titow aber als "aufregend" beschreibt.

Denn mit ihr wird die Gegengerade länger, bevor es in einige schnelle, überhöhte Kurven geht. "Es kommt auch ein bisschen mehr Höhenunterschied dazu. Aus sportlicher Sicht wird es ein toller Anblick sein", verspricht der Promoter. Nach Angaben besitzen Teile der Strecke dann bis zu zwölf Prozent Steigung oder Gefälle.

Igora Drive

Der Zipfel unten ist die bisherige Verbindung zwischen Gegen- und Zielgerade

Foto: Igora Drive

Bislang hat die Strecke noch keine internationalen Großevents abgehalten. 2020 sollten die DTM und die W-Serie nahe St. Petersburg Station machen, der Event wurde jedoch aufgrund der Coronapandemie abgesagt. Um für die Formel 1 gerüstet zu sein, müssen noch einige Arbeiten an der Infrastruktur - wie zusätzliche Garagen - durchgeführt werden.

"Eine große Umstrukturierung wird es allerdings definitiv nicht geben. In ihrer Größe unterscheiden sich die Anlagen nicht von anderen europäischen Strecken, wenn wir über die Hauptinfrastruktur reden - also Haupttribüne, Boxengebäude und so weiter", so Titow. Einzig zu wenige Garagen habe man für die Formel 1, was man aber durch temporäre Strukturen in den Griff bekommen möchte.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali hatte die Strecke in der vergangenen Woche besucht und ein positives Feedback hinterlassen. "Natürlich gab es einige Anmerkungen über notwendige Punkte, auf die wir achten müssen, um den Kurs mehr auf die Formel 1 abzustimmen", so Titow. "Aber das waren alles Anmerkungen technischer Natur."

Mit Bildmaterial von Rosgonki.

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