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Kimi Antonelli im Mercedes vor Lando Norris im McLaren in Miami 2026

Foto: LAT Images

Formel-1-Team McLaren wähnt sich "nah dran" an WM-Spitzenreiter Mercedes und rechnet sich vor dem Grand Prix von Kanada 2026 in Montreal (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) Siegchancen aus.

McLaren-Fahrer Oscar Piastri sagte: "Wenn wir perfekt arbeiten, dann können wir gewinnen. Wir haben es bisher nur nicht komplett umgesetzt. Unter anderen Umständen oder mit anderen Teamentscheidungen hätten wir in den vergangenen beiden Rennen gewinnen können." Deshalb erwartet Piastri in Kanada ein "interessantes" Rennwochenende.

Weltmeister Lando Norris dagegen will nicht zu viel versprechen: "Weil wir in Miami schon deutlich besser waren, denken viele, wir könnten Mercedes hier herausfordern. Wir werden natürlich alles versuchen, aber Mercedes war hier in den vergangenen drei, vier, fünf Jahren stark."

Die Mercedes-Erfolgsbilanz in Montreal

Zwar hat die Sternmarke seit 2022 nur einmal in Montreal gewonnen, war jedoch immer mit mindestens einem Fahrer unter den Top 3 vertreten. 2025 siegte George Russell und Kimi Antonelli wurde Dritter. 2026 gelten die Mercedes-Fahrer als Favoriten - auch, weil das Team in Kanada eine Ausbaustufe des W17 einsetzen wird, nachdem viele andere Rennställe schon in Miami aufgerüstet haben.

"Man darf gespannt sein, wie sich das Kräfteverhältnis entwickelt", sagte Piastri. "Wir haben nämlich ebenfalls wieder viele neue Teile am Auto. Und wir sind zwar nicht optimal in die Saison gestartet, haben aber inzwischen unseren Rhythmus gefunden."

Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal habe in der jüngeren Vergangenheit jedoch "nicht unbedingt" zu den besten Strecken für McLaren gezählt. "Besonders nicht 2025", erklärte Piastri. Im vergangenen Jahr war ihm ausgerechnet sein Teamkollege Norris ins Heck gefahren. Norris schied daraufhin aus, Piastri erzielte Platz vier.

McLaren baut auf seine Entwickler-Bilanz

Dieses Jahr sind die Vorzeichen andere - vor allem aufgrund der Weiterentwicklung der Fahrzeuge. "Wir müssen erst einmal verstehen, wie sich unsere neuen Teile aus Miami auf einer Strecke mit deutlich weniger Grip verhalten", sagte Norris. "Außerdem müssen wir sicherstellen, dass unsere Montreal-Updates das Auto weiterbringen. Da sind wir aber zuversichtlich."

Piastri teilt diese Einschätzung: "Wir wissen zwar nicht, was bei der Konkurrenz passiert, doch in den vergangenen drei, vier Jahren hatten wir immer großes Vertrauen in unsere Entwicklungsarbeit. Wenn die Daten einen Fortschritt versprochen haben, hat es meist funktioniert. Hoffentlich setzt sich das an diesem Wochenende so fort." Für Piastri wäre das ein "sehr gutes Zeichen für den Rest der Saison".

So oder so: Laut Piastri werden die kommenden Rennen ein "klareres Bild" davon liefern, wer sich für den Rest der Formel-1-Saison welche Chancen ausrechnen darf. Bis dahin will vor allem Norris die Punkteausbeute maximieren.

Warum für den Titelkampf jeder einzelne Punkt zählt

Norris sagte: "Ich habe 2025 gelernt, dass jedes einzelne Rennen zählt - selbst wenn man glaubt, gar nicht in den Titelkampf involviert zu sein. Am Saisonende ist man aber vielleicht trotzdem plötzlich mittendrin. Siehe Max Verstappen. Aber das lernt man mit der Zeit: Ein einzelner Punkt könnte entscheiden. Ein minimal besseres Qualifying, ein Fehler weniger - das alles summiert sich über die Saison hinweg."

Deshalb hält Norris den Grand Prix von Kanada zwar für wichtig, aber nicht für den "endgültigen Maßstab", ob McLaren 2026 ein Titelkandidat sein kann. "Wir arbeiten natürlich an jedem Wochenende auf die Weltmeisterschaft hin. Aber ob wir an einem bestimmten Wochenende tatsächlich siegfähig sind, ist eine andere Frage. Und selbst mit 50 Punkten Rückstand kann man im Titelkampf bleiben. Daher geben wir weiter alles."

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