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Norris hadert: Stehe hinter der Person, vor der ich eigentlich stehen möchte

McLaren ist nach dem Qualifying in Abu Dhabi noch im Soll, doch gegen Max Verstappen war am Samstag nichts zu machen

Norris hadert: Stehe hinter der Person, vor der ich eigentlich stehen möchte

Lando Norris musste Max Verstappen am Samstag den Vortritt lassen

Foto: Formel 1

Die gute Nachricht zuerst: McLaren ist nach dem Qualifying zum Formel-1-Rennen in Abu Dhabi (live im Ticker verfolgen) voll auf Kurs zum Weltmeistertitel mit Lando Norris. Der WM-Spitzenreiter hat mit Platz zwei eine Position inne, die ihm am Sonntag zum Titel reichen würde. Die schlechte Nachricht: McLarens WM-Widersacher Max Verstappen steht souverän auf der Poleposition.

"Verstappen und Red Bull hatten heute ein oder zwei Zehntel mehr als wir, daher ist es absolut verdient, dass sie auf Pole stehen", muss McLaren-Teamchef Andrea Stella gegenüber Sky einräumen. "Ich denke, Oscar und Lando haben heute herausgeholt, was im Auto steckte."

Und das waren am Samstag eben die Positionen zwei und drei. Norris fehlten am Ende zwei Zehntelsekunden auf Verstappen, Piastri musste sich drei Hundertstelsekunden hinter seinem Teamkollegen einordnen und braucht am Sonntag schon eine gehörige Portion Glück, will er sich selbst noch zum Weltmeister krönen.

Norris "ein bisschen enttäuscht"

Vor dem Qualifying galt Norris eigentlich als großer Favorit auf die Pole, schließlich lag er in allen drei Trainings vor seinen Rivalen und hatte am Freitag die Bestzeit geholt, doch in Q1 und Q2 hatte der Brite dann durchaus zu kämpfen. "Q1 und Q2 waren nicht die glattesten Sessions", sagt er.

Mit seinen Runden in Q3 sei er eigentlich sehr zufrieden. "Ich fühlte mich gut, ich hatte das Gefühl, heute sehr viel aus dem Auto herausgeholt zu haben, aber es hat eben nicht gereicht", so Norris. "Ein bisschen enttäuscht bin ich, weil man einfach im letzten Rennen der Saison auf Pole stehen will. Aber heute hatten wir nicht die Pace."

"Ich hatte das Gefühl, ich habe das Maximum aus dem Auto geholt, und damit muss ich zufrieden sein. Natürlich stehe ich hinter der einen Person, vor der ich eigentlich stehen möchte - das ist der einzige Grund für die Enttäuschung. Sonst war ich ziemlich glücklich mit meinen Runden, und ja, mehr war heute nicht drin."

Piastri: Keine Antwort auf Max

Ähnlich äußert sich auch Teamkollege Piastri: "Die Runden in Q3 waren ziemlich gut, aber ich hatte heute keine Antwort auf Max' Pace", sagt er. "Ich hätte mir gerne etwas mehr erhofft, aber wir hatten es nicht."

Für Stella zeigt der geringe Abstand zwischen seinen beiden Piloten das Bild der Saison: "Dieses Qualifying ist sinnbildlich für die unglaublich enge Performance zwischen Oscar und Lando, und es ist fair und gut, dass beide hier sind, um die Meisterschaft zu kämpfen und in einer guten Position dafür stehen", sagt er.

"Es war keine einfache Session, weil dies, glaube ich, das engste Qualifying war, was das gesamte Feld zwischen dem Schnellsten und dem Langsamsten angeht - extrem kompakt. Das verlangte viel Aufmerksamkeit in Sachen Reifenmanagement und beim Setzen der Runden", so der Italiener, der aber generell zufrieden ist.

Denn für McLaren ist aktuell alles noch im Plan: "Insgesamt ist es ein positiver Tag im Hinblick auf die Meisterschaft", betont er. "Es liegt in unseren Händen, aber wir müssen morgen abliefern."

Lando Norris: Bin nicht nervös

Vor allem Lando Norris hat dabei am meisten zu verlieren, dabei hätte die Meisterschaft aus seiner Sicht schon durch sein müssen. Wäre McLaren in Las Vegas nicht disqualifiziert worden, dann hätte Verstappen keine Chancen auf den Titel mehr.

Dementsprechend nervös dürfte er vor seinem möglichen ersten Titel sein. Doch er sagt: "Es fühlt sich ein bisschen anders an, einfach weil es das letzte Rennen des Jahres ist, nicht aus anderen Gründen."

"Letzten Sonntag fühlte ich mich ziemlich normal. Ich hatte nicht wirklich die Erwartung, dass ich den Titel hole, weil ich von Rang zwei gestartet bin und es schlicht nicht erwartet habe. Also nein, damals ging's mir gut, jetzt geht's mir auch gut", betont er.

"Ich fühle mich wohl und bereit. Ich glaube, wir haben einen guten Plan. Aber: Man kann nicht alles planen."

Würde er unterschreiben, das Rennen morgen zu verlieren, aber auf Rang zwei ins Ziel zu kommen? "Natürlich würde ich sofort unterschreiben", sagt er, "aber so einfach ist das Leben leider nicht."

"Ich gehe also weiterhin in den Sonntag mit dem Ziel, das Rennen zu gewinnen, sei es über Pace, Strategie oder was auch immer nötig ist. Das bleibt unser Plan, und so will ich die Saison beenden - ganz oben. Daran ändert sich nichts."

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