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Norris und Leclerc sehen begrenzte Wirkung der neuen Regeländerungen

Die neuen technischen Formel-1-Regeln zeigen in Miami erste Effekte - Lando Norris und Charles Leclerc sehen jedoch weiterhin grundlegende Probleme im Regelsystem

Norris und Leclerc sehen nur begrenzte Wirkung der neuen Regeländerungen

Skepsis bei Leclerc und Norris bleibt trotz Reglementänderung

Foto: Getty Getty

Die Anpassungen am technischen Reglement der Formel 1 haben beim Grand Prix in Miami erstmals unter Rennbedingungen Auswirkungen gezeigt. Während die FIA die Änderungen beim Energiemanagement als Schritt zur Verbesserung der Racing-Qualität einordnet, sehen die Fahrer bislang nur begrenzte Effekte auf das eigentliche Renngeschehen.

Lando Norris beschreibt die Neuerungen als Entwicklung in die richtige Richtung, sieht aber weiterhin offene Punkte. "Einige Dinge sind wie erwartet geblieben. Es gibt immer noch bestimmte Punkte, an denen man bestraft wird, je schneller man fährt. Und das ist etwas, das wir Fahrer auch in Zukunft lösen wollen und ich denke, auch die Formel 1 insgesamt", erklärt der McLaren-Pilot nach seinem Sprint-Sieg.

Lando Norris, Oscar Piastri, Charles Leclerc

Top 3 des Sprints zum Miami-Grand-Prix

Foto: LAT Images

Norris betont, dass das Fahren im Qualifying zwar etwas natürlicher wirke, grundlegende Probleme jedoch bestehen bleiben. "Man will überall Vollgas geben und das Maximum herausholen. Man möchte in einer Qualifying-Runde nicht schneller fahren und dafür bestraft werden. So sollte es eigentlich nicht sein, aber es geht in die richtige Richtung", sagt er weiter.

Streckencharakter beeinflusst Bewertung

Gleichzeitig stellte der Weltmeister klar, dass die Strecke in Miami nicht zu den kritischsten Kursen im Hinblick auf Energiemanagement zählt. Dadurch würden mögliche Probleme weniger deutlich sichtbar als auf anderen Strecken.

Im Rennen selbst seien die Auswirkungen der Regelanpassungen zudem kaum spürbar gewesen. "Im Sprintrennen ändert sich eigentlich nichts", so Norris. Insgesamt sei es jedoch ein Schritt nach vorne, auch wenn weitere Verbesserungen erst in Zukunft erwartet werden könnten.

Leclerc fordert realistische Erwartungen

Auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc sieht Fortschritte, mahnt jedoch zur Zurückhaltung bei den Erwartungen. "Es ist auch richtig, dass wir realistische Erwartungen haben müssen, weil wir nicht so viel ändern können. Ich denke, einige dieser technischen Regeln und die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, werden trotzdem irgendwie bestehen bleiben", meint der Monegasse.

Leclerc lobt zwar die Richtung der Änderungen, zweifelt jedoch daran, dass die aktuellen Probleme vollständig gelöst werden können. "Wir können sie minimieren und ich denke, der Ansatz war richtig, und die Schritte, die die FIA hier gemacht hat, haben es verbessert. Ob wir jemals in eine Situation kommen, in der diese Probleme nicht mehr existieren, da bin ich mir nicht sicher", sagt er.

Diskussion um Jo-Jo-Racing bleibt bestehen

Charles Leclerc

Charles Leclerc spricht über Jo-Jo-Racing

Foto: LAT Images

Ein weiterer diskutierter Punkt ist das sogenannte Jo-Jo-Racing, also die Schwierigkeiten, dauerhaft nahe an einem vorausfahrenden Auto zu bleiben. Laut Leclerc liegt die eingeschränkte Zahl an Überholmanövern im Sprint eher an den äußeren Bedingungen. "Ich denke, heute hat auch die Tatsache, dass es so heiß war, dazu geführt, dass man hinter einem anderen Auto die Reifen sehr schnell überhitzt", erklärt er.

Auch Norris geht davon aus, dass dieses Phänomen weiterhin bestehen bleibt. "Ich denke schon, dass es weiterhin da sein wird. Es gibt keinen Grund, warum es nicht da sein sollte", sagt der McLaren-Fahrer. Die Bedingungen in Miami hätten den Effekt lediglich überlagert.

Die Fahrer sind sich damit weitgehend einig, dass die Änderungen erste Verbesserungen bringen, die grundlegenden Herausforderungen im aktuellen Regelpaket jedoch weiterhin bestehen bleiben.

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