Norris verteidigt McLaren-Strategie nach Reifenpoker in Kanada
Der Reifenpoker von McLaren ging nicht auf - Norris sieht die Entscheidung dennoch als nachvollziehbar und verweist auf verpasste Chancen
Lando Norris enttäuscht über Rennverlauf in Kanada
Foto: LAT Images
Lando Norris hat die Entscheidung von McLaren verteidigt, den Formel-1-Grand-Prix von Kanada auf Intermediates zu starten. Obwohl sich die Strategie letztlich als Fehlgriff erwies, sieht der Brite die Überlegungen dahinter weiterhin als nachvollziehbar an.
Angesichts wechselhafter Bedingungen kurz vor dem Start auf dem Circuit Gilles Villeneuve setzte McLaren im Gegensatz zum Großteil des Feldes auf Intermediates. Zunächst schien sich das Risiko auszuzahlen: Norris übernahm die Führung und lag nach der ersten Runde bereits zwei Sekunden vorne.
Mit der rasch abtrocknenden Strecke kippte das Rennen jedoch zugunsten der Fahrer auf Slicks. Norris musste früh an die Box und verlor den strategischen Vorteil.
Zweifel bereits in der Einführungsrunde
Rückblickend räumte der McLaren-Pilot ein, dass sich bereits in der Einführungsrunde abgezeichnet habe, dass die Reifenwahl wohl nicht aufgehen würde: "Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regen bereits etwas nachgelassen. Im Nachhinein war es die falsche Entscheidung."
Trotzdem verteidigte er den Ansatz seines Teams: "Ich denke nicht, dass es eine schlechte Entscheidungsfindung war. Es gab gute Gründe für das, was wir gemacht haben. Manchmal funktioniert es nicht, und daraus lernen wir."
Als Beleg für die ursprüngliche Logik der Strategie verwies Norris auf seinen starken Start: "Ich hatte einfach deutlich mehr Grip. Nach einer Runde hatte ich zwei Sekunden Vorsprung. Es war also nicht so, dass die Reifenwahl völlig unsinnig gewesen wäre."
Hoffnung auf Regen oder Safety-Car
Nach Einschätzung des Briten hätte schon etwas mehr Regen das Blatt wenden können. Zudem habe McLaren auf mögliche Rennunterbrechungen spekuliert. "Schon in der Einführungsrunde dachten wir, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Safety-Car weiterhin sehr hoch ist", erklärte Norris.
Letztlich ging jedoch keines der erhofften Szenarien auf. "Es gab viele positive Möglichkeiten. Nur ist keine davon eingetreten", resümierte der Weltmeister von 2025. "Abgesehen von der ersten Runde hatten wir heute einfach kein Glück."
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