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P4 mit 0,445 Sekunden Rückstand: Bestes Saison-Qualifying für Alexander Albon

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P4 mit 0,445 Sekunden Rückstand: Bestes Saison-Qualifying für Alexander Albon
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Alexander Albon hat in Mugello sein Soll erfüllt und steht neben Max Verstappen in der zweiten Startreihe - Teamchef: "Macht uns das vielleicht Möglichkeiten auf"

Mit Startplatz vier hat Alexander Albon beim Grand Prix der Toskana in Mugello Formel 1 2020 ab 14:45 Uhr live im Ticker! das bisher beste Qualifying-Ergebnis seiner noch jungen Karriere abgeliefert. "Es geht in die richtige Richtung", freut sich der 24-jährige Thailänder. Auch wenn der Rückstand auf seinen Teamkollegen Max Verstappen einmal mehr fast eine halbe Sekunde betrug und es im Qualifying-Duell jetzt 0:9 steht.

"Meine erste Runde in Q3", analysiert er, "war okay. An ein paar Stellen war vielleicht noch ein bisschen Luft nach oben. In der zweiten Runde waren dann gelbe Flaggen. Aber es ist trotzdem der vierte Platz geblieben, und damit bin ich glücklich."

Albon war aufgrund der von Esteban Ocon verursachten gelben Flagge einer von sieben Fahrern, die sich in der zweiten Q3-Attacke nicht mehr verbessern konnten. Tatsächlich hat ihm der Zwischenfall den vierten Platz vermutlich sogar gerettet, weil so die beiden gefährlichen Racing Points auch nicht zulegen konnten.

Nichtsdestotrotz: "Alex hatte es schwer", sagt Teamchef Christian Horner, "aber die letzten paar Wochenenden, Spa und Monza, kam er immer näher. Ich finde, er hat hier bisher ein gutes Wochenende gezeigt, ein gutes Qualifying - und dass er gut Rennen fahren kann, das wissen wir ja. Hoffentlich kann er mit der Spitze mithalten. Dann macht uns das vielleicht Möglichkeiten auf, die Mercedes nicht alle abdecken kann."

 

Dritter Sektor: Vorteil Red Bull

Mut schöpft Albon aus der Tatsache, dass Red Bull im dritten Sektor, zumindest mit Max Verstappen, sogar schneller war als die Mercedes. Das sollte mit DRS-Vorteil am Ende der Start- und Zielgeraden Chancen eröffnen, gegnerische Fahrzeuge zu überholen. Ob das genug ist, um Mercedes gefährlich zu werden, wird sich zeigen.

Red Bulls große Hoffnung sind die Reifen. Pirelli bietet mit C1 bis C3 die drei härtesten Gummimischungen an, und Mugello ist, ähnlich wie Silverstone, eine Strecke mit hohen Kurvengeschwindigkeiten und hohen Lasten. In Silverstone hat das Mercedes verwundbar gemacht.

"In Silverstone, mit dem hohen Abbau, waren wir sehr stark", erinnert sich Albon. "Mein Freitagstraining hier war okay. Für mich selbst war die Rennpace nicht großartig. Aber bei Max schon. Ich denke, dass Mercedes sehr stark ist. Aber angesichts des Streckenlayouts haben die Reifen bei uns überraschend gut gehalten."

Dazu kommt: "Ich fühle mich jetzt schon viel wohler als noch im zweiten Freitagstraining", sagt Albon. Der Thailänder gehört zu jenen Fahrern, die erst Vertrauen gewinnen müssen, bevor sie Höchstleistungen abrufen können. Verstappen ist da anders. Der Niederländer setzt sich ins Auto und geht sofort ans Limit.

"Jedes Auto hat seine Eigenheiten. Da hat mir das Vertrauen gefehlt", erklärt Albon, warum die vergangenen Wochen für ihn so schwierig waren. "Sobald ich Vertrauen gewinne, wird mein Tempo besser. Auf einer Strecke wie dieser brauchst du Vertrauen. Im Qualifying hatte ich das Gefühl, dass das passt, und dann ging's auch plötzlich besser."

Albon sieht ein: "Max ist einfach sehr schnell"

"Max ist da einfach sehr schnell. Er kann mit untersteuernden Autos umgehen. Er hat einen Haufen Erfahrung. Es ist sein fünftes oder sechstes Jahr mit dem Team. Ich komme aber langsam hin. Spa und Monza haben sich wie ein Fortschritt angefühlt. Das muss ich nur konstant abrufen und so weiteres Vertrauen hinzugewinnen."

Albons Problem war, dass seine Fortschritte in Spa und Monza nicht wahrgenommen wurden, weil Red Bull als Team insgesamt besonders in Monza nicht so konkurrenzfähig war wie erhofft. Der Zeitabstand zu Verstappen war nicht viel größer als sonst; doch weil das Team insgesamt weiter hinten lag, drückte sich dieser sehr drastisch in den Positionen aus.

In Mugello hätte Albon mit einer perfekten Runde noch näher am Teamkollegen dran sein können. Aber im ersten Sektor seiner schnellsten Runde ließ er unnötig Zeit liegen. Hintergrund: In Q2 war er diesmal so schnell, dass keine zweite Runde notwendig war. "Ich stand 20 Minuten in der Garage. Da habe ich einfach nicht gleich in den Rhythmus gefunden", gibt er zu.

Zeit verloren habe er "hauptsächlich in der ersten und zweiten Kurve", sagt Albon und ergänzt: "Ein bisschen Feintuning, dann wäre meine zweite Runde besser geworden. Ich bin auch zu dicht hinter Charles gefahren. Mugello ist nicht Monza, das hat nicht geholfen. Aber so gesehen war mein Potenzial sogar besser als das Ergebnis, und das ist positiv."

Jetzt erwartet er ein körperlich anstrengendes Rennen: "Wir sind nur sechs, sieben Runden Longrun gefahren. Aber selbst da konnte man in den Onboards schon sehen, dass viele den Kopf anlehnen mussten. Im Rennen dann 50, 60 Runden? Das wird ganz schön hart." Auch wenn er sagt: "Wir müssen Reifen schonen. Das wird ein bisschen Tempo rausnehmen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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