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"Nur" fünf Sekunden Strafe für Albon: Steiner verärgert nach Magnussen-Crash

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"Nur" fünf Sekunden Strafe für Albon: Steiner verärgert nach Magnussen-Crash
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Dass Alexander Albon für seine Kollision mit Kevin Magnussen nur mit fünf Sekunden bestraft wurde, ärgert Günther Steiner - Rennunfall, sagt Christian Horner

Günther Steiner und die Rennkommissare werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Obwohl Alexander Albon für die Kollision mit Kevin Magnussen in der ersten Runde in Silverstone bestraft wurde, hadert der Haas-Teamchef mit der Verhältnismäßigkeit der Strafe. Albon bekam aus seiner Sicht "nur" fünf Sekunden, während Haas in Ungarn härter bestraft wurde.

"Das Strafensystem funktioniert nicht richtig", ärgert er sich. "In Ungarn kommen wir vor dem Rennen in die Box und bestrafen uns selbst, weil wir von der Boxengasse aus starten, und bekommen dafür zehn Sekunden Strafe. Und hier werden wir in der ersten Runde aus dem Rennen genommen. Es war sein (Albons; Anm. d. Red.) Fehler, weil er bestraft wurde, aber es waren nur fünf Sekunden und wir waren aus dem Rennen."

Diesen Umstand kann Steiner nicht verstehen. Denn in Ungarn hätten seine Fahrer niemandem einen Schaden zugefügt und keinen direkten Vorteil gezogen, während Magnussen in Silverstone ausscheiden musste. "Die Strafe passt nicht immer zum Verbrechen", sagt er.

Magnussen war in der Zielkurve der ersten Runde mit Albon aneinandergeraten. Kurz zuvor war der Däne etwas ins Rutschen gekommen, was der Red-Bull-Pilot ausnutzen wollte. Doch die Lücke schloss sich und Albon touchierte Magnussens rechtes Hinterrad und schickte ihn in die Streckenbegrenzung. "Ich bin einfach frustriert", merkt der Haas-Pilot nach dem Rennen an.

Beide einig: "Es war zu spät"

Für Albon selbst war die Strafe eine 50/50-Entscheidung. "Kevin ist von der Strecke abgekommen, und es gab zu dem Zeitpunkt eine Lücke. Als ich gemerkt habe, dass er mich nicht sieht und dass die Lücke sich sehr schnell schließt, habe ich noch versucht zurückzuziehen, aber es war zu spät", schildert der Red-Bull-Pilot, der auch noch zwei Strafpunkte bekam.

 

"Als ich ihn gesehen habe, war es viel zu spät, um ihm noch Raum zu geben", erzählt Magnussen Ähnliches. "Ich denke, er hätte einfach warten können. Er hatte das deutlich schnellere Auto und wäre ohnehin spielend an mir vorbeigekommen. Ich denke nicht, dass er große Probleme gehabt hätte, wenn er nicht das hohe Risiko dort eingegangen wäre."

Böse Absicht erkennt Magnussen bei Albon nicht. "Es war einfach schlecht eingeschätzt", so der Däne.

Horner: Fünf-Sekunden-Strafe "fair"

Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner war der Vorfall einfach ein Rennunfall. "Kevin hat einen Fehler gemacht und ist etwas weit nach außen gekommen. Alex hat seine Nase reingesteckt und dann noch versucht zurückzuziehen." Die Fünf-Sekunden-Strafe gegen seinen Schützling sei am Ende des Tages aber "wohl fair".

 

Und während das Rennen für Magnussen beendet war, erlitt Albon einen Schaden am Auto. Mit Vibrationen musste er nach der Safety-Car-Phase die Box aufsuchen, um sich frische Reifen zu holen. Seine Aufholjagd führte ihn dann vom Ende des Feldes noch auf Rang acht. "Das ist nicht, was ich wollte, aber Schadensbegrenzung", so Albon.

Das brachte ihm auch noch Lob von seinem Chef ein: "Seine Aufholjagd war exzellent. Seine Fähigkeit, zurückzukommen, haben wir schon öfters gesehen. Seine Pace im Rennen war sehr gut", so Horner. "Wir brauchen einfach nur mal ein gewöhnliches, langweiliges Rennen für ihn."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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