"Nur für das Gaspedal zuständig": Bearman nach Suzuka-Crash wieder fit
Entwarnung bei Oliver Bearman: Trotz seines heftigen Suzuka-Abflugs ist der Haas-Pilot für Miami bereit und saß nur wenige Tage später wieder im Simulator
Oliver Bearman hatte beim Großen Preis von Japan einen heftigen Unfall
Foto: Getty Getty
Oliver Bearman sagt, dass er nach seinem heftigen Crash in Suzuka zwar ein paar Tage nicht richtig laufen konnte, zum Bewegen des Gasfußes hätte es aber gereicht, sodass ein Start in Bahrain nicht in Gefahr gewesen wäre, wenn das Rennen stattgefunden hätte: "Ja, sicher. Ich saß am Mittwoch schon im Simulator", meint er.
Damit meint er aber nicht den Formel-1-Simulator von Haas, sondern ein Training für ein Rennen der anderen Art: "Ich kam am Montagabend zurück und am Mittwoch habe ich dann für ein Langstreckenrennen mit meinem Bruder am Wochenende trainiert", so Bearman.
"Wir hätten an dem Wochenende sowieso kein [Formel-1-]Rennen gehabt, aber mein Bruder und ich hatten eben dieses andere Langstreckenrennen vor uns. Ich musste wieder auf Speed kommen, weil er die ganze Zeit trainiert hatte, also brauchte ich ein paar Tage, um zu ihm aufzuschließen", sagt der Brite.
Dabei merkte er, dass er trotz der Verletzungen recht gut fahren konnte: "Es war das rechte Bein, das ist also nur für das Gaspedal zuständig. Selbst in den ersten Tagen, in denen ich - sagen wir mal - nicht normal laufen konnte, konnte ich trotzdem fahren, weil man dafür nur das Sprunggelenk braucht."
Bearman hatte sich bei dem Unfall in Suzuka keine schwereren Verletzungen zugefügt, lediglich eine Prellung am Knie. "Das war ein bisschen schade, weil ich eigentlich geplant hatte, in der Pause viel Rad zu fahren, aber in der ersten Woche musste ich zur Physio und mich darum kümmern, dass die Schwellung zurückgeht und so weiter", sagt er.
"Aber danach habe ich mich ehrlich gesagt sehr schnell erholt. Nichts war gebrochen, die Bänder waren in Ordnung, alles bestens", so der Haas-Pilot, der damit natürlich auch für das Formel-1-Rennen in Miami keine Einschränkungen erwartet.
Im Auto selbst hatte Bearman in Suzuka vor allem an seine Familie gedacht und dass es nicht gerade toll für sie sein musste, diese Bilder zu sehen. "Aber genau deshalb habe ich versucht, sofort aus dem Auto zu steigen. Wahrscheinlich hätte ich dort noch etwas warten sollen, um meine Gedanken ein wenig zu ordnen."
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