Nur Rennen reicht nicht: Silverstone will mit Miami und Las Vegas mithalten

Miami und Las Vegas geben die Richtung für neue Formel-1-Events vor, und Silverstone möchte sich für eine langfristige Zukunft daran orientieren

Nur Rennen reicht nicht: Silverstone will mit Miami und Las Vegas mithalten
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Silverstone möchte mit den neuen Hochglanz-Events in Miami und Las Vegas mithalten und hat sich daher hochrangige Musikacts und eine Nachhaltigkeits-Agenda auf die Fahnen geschrieben: "Mit Miami und Las Vegas wird ein Unterhaltungsniveau erwartet, das es so in Silverstone noch nicht gegeben hat", sagt Streckenchef Stuart Pringle gegenüber 'Motorsport.com'.

Auch andere Formel-1-Strecken wie Belgien haben erkannt, dass es heutzutage nicht mehr reicht, einfach ein Rennen auszutragen, will man weiter einen Platz in Kalender haben. Silverstone möchte langfristig Teil der Formel 1 sein und will den Grand Prix daher mehr zu einem "Festival" machen und gleichzeitig seine Umweltfreundlichkeit verbessern.

"Es wird ein anderer Sport. Es gibt eine ganze Reihe neuer Leute, die dazukommen", sagt Pringle. "Die Herausforderung, die ich unserem Team hier in Silverstone gestellt habe, lautet: Wie können wir mit dieser Entwicklung Schritt halten?"

"Wie können wir das in unserem eigenen, unverwechselbaren Stil tun? Wie können wir das auf unsere eigene Art und Weise tun, ohne ein homogenisiertes amerikanisches Produkt zu werden, aber die einzigartige Identität des britischen Grand Prix behalten?", sagt er und hat die Antwort gleich parat: "Wir machen es mehr zu einem britischen Sommerfestival."

So verspricht der Streckenchef unter anderem einen "großen qualitativen Anstieg an Musikacts in den kommenden Jahren". Den Anfang macht 2022 Sam Ryder, der beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr Platz zwei hinter der Ukraine belegt hatte.

"Wir werden auch das andere wichtige Anliegen der Formel 1 angehen, nämlich die Nachhaltigkeit der Meisterschaft", sagt er weiter. "Wir werden wenn nicht das nachhaltigste Rennen der Formel 1 sein, so doch unter den ersten zwei oder drei. Ich denke aber, es ist wahrscheinlich, dass wir das nachhaltigste Rennen sein werden."

Sieben der zehn Formel-1-Teams sind in Großbritannien beheimatet, genau wie die Formel 1 selbst. Darüber hinaus wird der öffentliche Nahverkehr für die geschätzten 400.000 Fans, die an einem Wochenende kommen, durch einen starken Park-and-Ride-Service mit 238 Bussen und angemieteten Zügen verbessert.

Der Eigentümer von Silverstone, der British Racing Drivers' Club, wird außerdem seine Gesamtinvestition in 2.700 Solarpaneele auf 2,8 Millionen Pfund erhöhen, um sicherzustellen, dass 25 bis 30 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der Rennstrecke vor Ort erzeugt werden.

"Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, warum die Formel 1 als Innovation für dieses Land großartig ist", sagt Pringle. "Aber manche Leute verstehen das nicht. Sie denken, dass wir nur zum Spaß CO2 erzeugen. Ich bin entschlossen, das anzupacken. Es ist eine sehr bewusste, sehr sichtbare Aussage. Wir bemühen uns mit allen Kräften, dieses Geschäft voranzubringen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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