Ocon: "Nur eine Frage der Zeit", bis Piastri ein F1-Cockpit bekommt

Alpine-Pilot Esteban Ocon glaubt, dass Oscar Piastris Aufstieg in die Formel 1 "nur eine Frage der Zeit" ist, und zieht Parallelen zu seiner eigenen Laufbahn

Ocon: "Nur eine Frage der Zeit", bis Piastri ein F1-Cockpit bekommt

Trotz seines rasanten Aufstiegs in den Nachwuchsklassen konnte Oscar Piastri keinen Stammplatz in der Formel 1 für 2022 ergattern. Er wird als Reservefahrer von Alpine fungieren und keine Rennen bestreiten. Sein Teamkollege Esteban Ocon glaubt, dass er dennoch bald in der Formel 1 antreten.

"Auch ich habe ein paar Jahre lang von der Seitenlinie aus zugeschaut, aber ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, dass Oscar zu uns in die Startaufstellung kommt", sagt Ocon. "Er ist mehr als talentiert, er hat bisher so ziemlich alle Titel gewonnen, und natürlich hat er noch die restliche Formel-2-Saison vor sich."

Piastri führt derzeit die Formel-2-Wertung an, nachdem er im vergangenen Jahr auf Anhieb den Formel-3-Titel mit Prema gewonnen hat. Er galt als möglicher Kandidat für einen Platz bei Alfa Romeo, aber das Cockpit ging stattdessen an seinen Formel-2-Rivalen und Alpine-Nachwuchskollegen Guanyu Zhou.

Piastri selbst kündigte an, sich 2022 voll und ganz auf seine Reservistenrolle bei Alpine konzentrieren zu wollen, was bedeutet, dass er entweder zu den Formel-1-Rennen reisen oder das Team vom Simulator in Enstone aus unterstützen wird.

Ocon: Reservistenrolle hat auch ihr Gutes

Ocon zieht Parallelen zu seiner Zeit als Mercedes-Reservist und glaubt, dass es für den 20-jährigen Piastri immer noch nützlich sein wird, der dritte Fahrer eines Teams zu sein, um seine Vorbereitung auf ein eventuelles Renncockpit voranzutreiben.

"Natürlich ist es für uns Fahrer nie gut, zu warten. Aber das Beste ist offensichtlich, wenn er sieht, wie alles läuft", erklärt Ocon. "Ich habe versucht, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, und wenn man erst einmal im Auto sitzt, weiß man, wie alles von innen funktioniert. Ich bin mir sicher, dass er dasselbe tun wird."

Ocon kennt auch Zhou durch die bisherige Rolle des chinesischen Fahrers als Alpine-Junior und glaubt, dass es nicht lange dauern wird, bis er sich bei Alfa Romeo eingearbeitet hat: "Es ist fantastisch, ihn in der Formel 1 zu sehen."

F1-Rookie Zhou "wird nicht lange brauchen"

"Ich habe in diesem Jahr schon viel mit ihm gearbeitet und auch das erste Freie Training in Österreich mit ihm geteilt", erinnert er sich. "Er hat sich im Formel-1-Auto sehr schnell entwickelt, also glaube ich nicht, dass er lange brauchen wird, um auf Touren zu kommen, aber ich wünsche ihm definitiv das Beste."

Ocons eigener Weg in die Formel 1 war eher steinig. Nachdem er 2015 den Titel in der GP3-Serie gewonnen hatte, wurde der Mercedes-Schützling vom Hersteller in die DTM berufen. Auch an Renault wurde der Franzose als Reservefahrer ausgeliehen, bevor er Mitte 2016 sein Formel-1-Debüt bei Manor gab.

Danach wechselte er für zwei Jahre zu Force India/Racing Point, doch als das Team ihn 2019 für Lance Stroll fallen ließ, musste Ocon Reservefahrer von Mercedes eine ganze Saison lang aussetzen, bis er ein Cockpit bei Renault, jetzt Alpine, bekam.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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