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Oliver Bearman ist nach dem ersten Test im neuen Auto noch skeptisch

Foto: Haas/Audi Haas/Audi

Die Formel-1-Autos der neuen Generation könnten laut den beiden Haas-Piloten kein leichteres Überholen ermöglichen als ihre Vorgänger. Sowohl Esteban Ocon als auch Oliver Bearman zeigen sich nach dem Shakedown in Barcelona skeptisch, was die Überholmöglichkeiten mit den neuen Boliden betrifft.

Die Haas-Piloten waren in der vergangenen Woche an allen drei erlaubten Tagen auf der Strecke und absolvierten laut inoffiziellen Daten fast 400 Runden. Das genügte, um einen ersten Eindruck vom neuen VF-26 zu bekommen, der den überarbeiteten Chassis- und Motorvorschriften der Formel 1 für die kommende Saison entspricht.

Das Auto verfügt über eine vereinfachte Aerodynamik, da der Abtrieb um 15 bis 30 Prozent reduziert und der Luftwiderstand um bis zu 40 Prozent verringert wurde. Dennoch könnte sich das Überholen trotz dieser Änderungen schwieriger gestalten als bisher - zumindest nach den ersten Eindrücken der Testfahrten in Katalonien.

Selbst der neue "Overtake-Modus", der das bisherige DRS ersetzt und Fahrern innerhalb einer Sekunde Abstand zu einem Gegner einen kurzzeitigen Leistungsboost bietet, scheint keine Lösung zu sein.

"Ich bin hinter ein paar Autos hergefahren", verrät Ocon und berichtet: "Man verliert ziemlich viel Abtrieb an der Vorderachse, vielleicht etwas mehr als zuvor. Aber wir müssen abwarten. Und den Overtake-Modus habe ich auch ausprobiert."

Bearman: Balance verändert sich beim Folgen deutlich

"Ich möchte aber noch keine voreiligen Schlüsse ziehen, weil das System natürlich noch angepasst und optimiert werden muss, damit es perfekt funktioniert. Aber im Moment scheint es schwierig zu sein, zu überholen. Das ist mein erster Eindruck. Aber ich hoffe, es wird noch einfacher werden", so Ocon.

Teamkollege Bearman stimmt zu und weist darauf hin, dass sich das Fahrverhalten in der "dirty Air" hinter einem anderen Auto deutlich ändere. "Wenn es ums Folgen und Überholen geht, habe ich dazu natürlich noch kein umfassendes Gefühl. Das war auch keine Priorität", erklärt der 20-jährige Brite.

"Ich konnte aber ein paar Runden in der Nähe anderer Autos fahren. Ich muss sagen, dass es etwas schwieriger war, einem anderen Wagen zu folgen, zumindest basierend auf den wenigen Runden, die ich absolviert habe", bestätigt auch er.

"Die Balance des Autos verändert sich im Vergleich zur freien Fahrt deutlich stärker als bei der vorherigen Fahrzeuggeneration. Aber es ist natürlich noch sehr früh", erinnert er und ergänzt: "Ich konnte den Overtake-Modus nicht wirklich im Zweikampf nutzen."

"Aber ich habe ihn bei freier Fahrt ausprobiert. Wir müssen noch sehen, wie sich das etwa auf die Kühlung und andere Faktoren auswirkt. Ich konnte ihn also testen, aber nicht einsetzen, um jemanden zu überholen", so Bearman.

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