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Offizielles Ziel: In diesem Jahr will Audi gewinnen

Audi gibt das offizielle Ziel für den WM-Titel aus - Mattia Binotto dämpft jedoch die Erwartungen für den Start 2026 - Ein Konkurrent dient als Warnung

Der Zeitplan steht: Wann Audi F1-Weltmeister sein will

Audi hat große Pläne für die Formel 1

Foto: Audi Audi

Audi hat ein offizielles Ziel ausgegeben: Bis zum Jahr 2030 will das Team die Formel-1-Weltmeisterschaft gewinnen. Die deutsche Marke geht 2026 in ihre allererste Saison inmitten einer technischen Revolution und hat für die kommenden Jahre einen - zugegebenermaßen vagen - Fünfjahresplan aufgestellt.

"Unser Ziel ist es, bis 2030 Meisterschaften zu gewinnen", hieß es in der Pressemappe von Audi, als das Team am Dienstag sein erstes Design enthüllte. "Wir haben einen strukturierten Plan für einen bewussten Aufstieg."

"Unsere Reise beginnt als Herausforderer, wo wir unsere Prozesse etablieren und um Punkte kämpfen werden. Wir werden uns zu einem Wettbewerber entwickeln, unsere Stärken konsolidieren, um konstant um Podestplätze zu fahren. Die nächste Phase ist es, ein Champion zu werden - eine geeinte Siegermacht."

Obwohl die Formel 1 wohl so hart umkämpft ist wie nie zuvor, hält das Team dies nicht nur für eine realistische Aussicht - die Mitglieder hoffen sogar auf ein schnelleres Ergebnis.

"Hoffentlich schaffen wir das schon vor 2030", meint Gabriel Bortoleto enthusiastisch. "Wir haben natürlich andere Konkurrenten gesehen, die in die Formel 1 eingestiegen sind und ebenfalls viele Jahre gebraucht haben. Es wird keine einfache Aufgabe."

"Wir bauen unsere eigene Antriebseinheit. Wir steigen nicht nur als Autohersteller ein, wir bauen alles von Grund auf neu. Es wird also definitiv nicht einfach, und es liegt viel Arbeit vor uns."

Der Berg ruft: Realismus statt Punktevorgaben

Das Ausmaß der Herausforderung ist in Hinwil und Neuburg niemandem entgangen. Das Sauber-Team, das von Audi übernommen wurde, beendete die Konstrukteurs-WM im vergangenen Jahr nur auf dem neunten Platz. Jetzt geht es vor allem darum, die Infrastruktur des Teams zu verbessern und Top-Ingenieure einzustellen - weshalb Audi sich selbst Zeit gibt, um erfolgreich zu sein.

"Wir haben das Endziel 2030, und wir müssen Meilensteine setzen, Zwischenstationen auf unserem Aufstieg zum Gipfel des Berges", erklärt Mattia Binotto, der Leiter des Audi-F1-Projekts, die Roadmap.

"Wir haben intern diskutiert, was das Ziel für 2026 sein sollte, was unser erster Meilenstein sein sollte - und sollten wir es an der Platzierung in der Meisterschaft messen, an der Anzahl der am Ende der Saison erzielten Punkte?"

"Sollten wir sagen, wir müssen mehr Punkte holen als 2025, wissend, dass es jetzt ein brandneues Team, ein brandneuer Antriebsstrang und ein brandneues Reglement ist?"

"Schließlich haben wir uns anders entschieden. Wir haben beschlossen, dass es für uns 2026 das Wichtigste ist, ein ernstzunehmender Wettbewerber zu werden. Und da geht es um Verhalten, es geht um Wahrnehmung. Ich wäre sehr glücklich, wenn die anderen Teams uns am Ende der Saison als starken Konkurrenten für die Zukunft sehen und wahrnehmen würden."

Keine Wunder vom Motor erwartet

Als neuer Motorenhersteller mit solch komplexen Antriebseinheiten gegen Größen wie Mercedes und Ferrari anzutreten, die über beträchtliche Erfahrung mit der vorherigen, ähnlichen Formel verfügen, ist eine hohe Hürde. Als ehemaliger Leiter der Motorenabteilung in Maranello ist sich Binotto dessen wohl bewusst.

"Wir haben alle Mittel, um eines Tages erfolgreich zu sein und auch beim Antriebsstrang zur Referenz zu werden", fügt der Italiener hinzu. "Ich erwarte also nicht, dass unser Antriebsstrang von Anfang an der Beste sein wird. Das wäre unmöglich, das wäre unrealistisch."

"Wir konzentrieren uns wirklich auf uns selbst und bleiben bescheiden. Wir wissen, dass wir während der Saison auf Probleme stoßen können, wir könnten Zuverlässigkeitsprobleme oder Ausfälle haben. Aber was für mich am meisten zählen wird, ist wiederum, dass das Team richtig reagiert. Nichts unversucht lassen, aus den Problemen lernen und die Fähigkeit zeigen, Fortschritte zu machen."

Unterm Strich steht: Audi wird 2026 nicht gewinnen. Niemand erwartet das, nicht einmal die Sponsoren. "Sie verstehen, dass es nicht morgen passieren wird", sagt Teamchef Jonathan Wheatley. "Mattia hat es vorhin schon gesagt: Wir sagen vielleicht, dass wir 2030 Meisterschaften gewinnen wollen, aber wir wollen sie schon vorher gewinnen. Aber ich denke, man muss einfach realistisch sein, was den Weg angeht, auf dem man sich befindet."

Warnendes Beispiel Alpine

Ein guter Grund, die Erwartungen niedrig zu halten, ist das Schicksal des letzten Teams, das einen Fünfjahresplan aufstellte: Alpine kündigte Ende 2021 einen "100-Rennen-Plan" an und wurde in der Konstrukteursmeisterschaft 2025 Letzter.

Auf die Frage, ob der Zeitrahmen 2030 eine Steilvorlage für Kritik sei, antwortete Binotto: "Vielleicht sollte ich sogar noch präziser sein. Was wir gesagt und als Ziel gesetzt haben, ist, bis 2030 um eine Meisterschaft zu kämpfen. Natürlich gibt es da draußen Konkurrenten, und die sind sehr stark, also kann man nicht einfach beschließen, dass man der Gewinner sein wird."

"Aber sicherlich müssen wir in einer Position sein, in der wir das Ziel haben können, um eine Meisterschaft zu kämpfen. Das Ziel, zu kämpfen, bedeutet irgendwie, dass man das Team so weit entwickelt hat - in Bezug auf Infrastruktur, Werkzeuge, Methoden, Prozesse, was auch immer, Organisation -, dass man stark genug ist, um darum zu konkurrieren. Ich denke, das ist genau das, was wir anstreben."

Ob Nico Hülkenberg dann noch dabei sein wird? Der Deutsche, der 2030 43 Jahre alt sein wird, meinte dazu: "Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber es ist nichts, worüber ich jetzt nachdenke. Ich habe nicht diesen großen Plan von 'Ich will dann aufhören'. Solange ich glücklich bin, solange die Stoppuhr stimmt, der Arbeitgeber glücklich ist; solange das der Fall ist, werde ich weitermachen."

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