Oliver Bearman überrascht mit ehrlicher Beichte über ersten Ferrari-Einsatz
Nach seinem spontanen Ferrari-Einsatz in Saudi-Arabien 2024 kämpfte Oliver Bearman nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen massive Schmerzen ...
Oliver Bearman bei seinem überraschenden Debüt auf Ferrari
Foto: LAT Images
Oliver Bearman hat enthüllt, dass ihn die Formel 2 körperlich nicht auf die Anforderungen der Formel 1 vorbereitet hat - und zwar vor seinem Debüt beim Grand Prix von Saudi-Arabien 2024. Der Brite sprang damals kurzfristig für Carlos Sainz bei Ferrari ein, nachdem der Spanier wegen einer Notoperation am Blinddarm ausgefallen war.
Rückblickend auf sein beeindruckendes Debüt, bei dem er mit Platz 7 direkt Punkte holte, erklärt Bearman, dass sein "Nacken schon erledigt war", nachdem er erstmals im Formel-1-Auto gefahren war: "Meine erste Runde im dritten Freien Training war ungefähr zwölf Sekunden schneller als meine Pole-Runde in der Formel 2 am Tag davor", sagt Bearman in einem Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Formel 1. "Nach meinem ersten Run war mein Nacken komplett fertig. Deshalb habe ich mich auf das Rennen ehrlich gesagt nicht wirklich gefreut. Und es tat weh."
Auf den eingeworfenen Hinweis seines Teamkollegen Esteban Ocon, dass einen nichts auf die Belastung vorbereite, die ein Formel-1-Auto auf den Nacken ausübt, antwortet Bearman: "Genau. Denn die Formel 2 war für mich körperlich einfach. Der Nacken spielte überhaupt keine Rolle. Und dann fahre ich plötzlich ein Formel-1-Rennen, und mein Nacken war alles. Das war ein verrückter Schritt. Aber ein toller Tag, eine tolle Nacht."
Bearmans Einsatz für Ferrari machte ihn zum jüngsten Fahrer aller Zeiten, der jemals für den Rennstall aus Maranello antrat. Nach Platz 11 im Qualifying - Q3 verpasste er nur um 0,036 Sekunden - hielt Bearman in der Schlussphase des Rennens sowohl Lando Norris als auch Lewis Hamilton hinter sich und fuhr auf Rang 7 ins Ziel.
Der heute 21-Jährige erklärt außerdem, dass er sich in der Situation gar keinen Stress erlauben konnte, während sein Vater nervös aus der Ferrari-Garage zusah: "Ich konnte gar nicht gestresst sein. Ich war nur damit beschäftigt, meinen Nacken irgendwie durchzubringen. Dass er dieses Erlebnis mit mir teilen konnte und hinten in der Garage stand ... Ich glaube, er hatte ziemlich mit den Nerven zu kämpfen. Aber es war etwas ganz Besonderes, diesen Tag gemeinsam zu erleben", sagt der Haas-Pilot.
Bearman erhielt anschließend ein Stammcockpit bei Haas und überzeugte in seiner Rookiesaison 2025 beim amerikanischen Team mit starken Leistungen.
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