Oscar Piastri: Hoffentlich kann McLaren die Lücke in Japan schließen
Oscar Piastri ist in dieser Saison noch kein einziges Formel-1-Rennen gefahren: Wieso der McLaren-Pilot trotzdem zuversichtlich ist - und wie der Wunsch für Japan lautet
Oscar Piastri kann trotz der aktuellen Situation noch lachen
Foto: Getty Getty
Für McLaren verlief der diesjährige Formel-1-Saisonstart wie eine mittelschwere Katastrophe: Nachdem Oscar Piastri bereits beim Heimspiel in Australien nach einem Unfall nicht starten konnte, musste das Weltmeister-Team in China sogar beide Autos vor dem Start abstellen.
Heißt im Klartext: Piastri ist in dieser Saison noch kein einziges Formel-1-Rennen gefahren! "Es ist schon eine Weile her, dass ich zwei Grand Prix nacheinander im Fernsehen gesehen habe", behält der Australier trotz der prekären Lage allerdings seinen Humor.
Der Verzicht auf den Start beim Heimspiel sei "ziemlich hart zu verkraften" gewesen, gesteht der McLaren-Pilot rückblickend. "Und jetzt ... leider passieren solche Dinge im Rennsport manchmal, besonders zu Beginn eines neuen Reglements. Es ist also wahrscheinlich keine große Überraschung."
"Schade nur, dass es beide Autos gleichzeitig getroffen hat." Dennoch habe das Rennwochenende in China "in mancher Hinsicht ermutigend" gewirkt, betont Piastri. "Wir haben die Antriebseinheit besser optimiert und mehr herausgeholt. Der Abstand hat sich zwar etwas verringert, ist aber immer noch groß."
McLaren-Pilot: Regeln "einfach unglaublich komplex"
"Wir haben also auch einige Bereiche besser verstanden und auch erkannt, dass wir in anderen Bereichen noch viel Arbeit vor uns haben." Wie schon beim Auftakt in Australien hinkt McLaren noch deutlich hinter Spitzenreiter Mercedes und Verfolger Ferrari zurück.
Die Schwierigkeit liege darin, dass die neuen Regeln "einfach unglaublich komplex" sind, erinnert Piastri und ergänzt: "Es gibt so viele Regeln für die Antriebseinheiten, dass eine Änderung an einer Stelle manchmal unerwartete Folgen an anderer Stelle hat."
Anders als beim Saisonauftakt im Albert Park, der als energiearme Strecke gilt, habe man in China nicht mehr so viel "Super-Clipping" oder "Lift-and-Coast" (Erklärt: Begriffe der Formel 1) betreiben müssen. "Aber es gibt andere Probleme, weil man nicht überall so viel Leistung abrufen kann, wie man möchte."
Piastri: "Hoffentlich können wir die Lücke schließen"
"Als Fahrer kann man daran nichts ändern", betont der McLaren-Pilot. "Ich denke, wir lernen gerade dazu. Das Schwierige ist, dass wir manchmal, selbst wenn wir wissen, dass wir etwas anders machen wollen, nichts tun können, weil es programmiert ist oder eine Codeänderung erfordert."
Der Blick richtet sich nun auf den Großen Preis von Japan, das dritte Rennen der Saison. "Ich hoffe, wir können etwas näher herankommen, aber ich wäre überrascht, wenn wir den gesamten Rückstand aufholen könnten", dämpft der Australier bereits die Erwartungen.
"Ich denke, dieses Wochenende hat unsere Situation gut widergespiegelt: Wir befanden uns als drittschnellstes Team in einer Art Niemandsland", blickt Piastri auf das Wochenende in China zurück. "Also hoffentlich können wir die Lücke schließen."
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