O'Ward nach Formel-1-Premiere: "Und ich dachte, ein IndyCar wäre schnell!"

IndyCar-Fahrer Patricio O'Ward kommt nach seinem Formel-1-Debüt aus dem Staunen nicht mehr heraus - Der Test für McLaren hat süchtig gemacht

O'Ward nach Formel-1-Premiere: "Und ich dachte, ein IndyCar wäre schnell!"

Den Vergleich zwischen IndyCar und der Formel 1 scheint die Formel 1 eindeutig für sich entschieden zu haben. Immer wieder werden beide Autos miteinander verglichen, doch Patricio O'Ward hat das Formel-1-Auto eindeutig als Sieger bestimmt und gemeint, es sei "verrückt und abgefahren hoch zehn".

Der Mexikaner weiß aus erster Hand, wovon er spricht. Eigentlich ist er in der IndyCar-Serie unterwegs, durfte aber am Dienstag am Young-Driver-Test in Abu Dhabi teilnehmen, den ihm McLaren-Geschäftsführer Zak Brown für einen Sieg bei den IndyCars ermöglicht hatte, wo O'Ward für das Schwesterteam Arrow McLaren SP unterwegs ist.

"Ich finde für den heutigen Tag keine Worte", sagt O'Ward. "Diese Erfahrung und die Möglichkeit kommt selten, einmal im Leben. Aber man, wow! Diese Autos sind echt irrwitzig. Ich habe verrückt und abgefahren erwartet, aber das ist verrückt und abgefahren hoch zehn!"

"Ich dachte schon, dass das IndyCar schnell ist, aber das war einfach verrückt. Ich weiß nicht, was ich anderes sagen soll", ringt er um Worte. "Schon in der ersten Runde habe ich die Power, den Grip und die Bremsen gespürt. Das Ding macht alles, was du willst. Was für eine Erfahrung, was für ein Auto!"

Zu viel für den Nacken ...

O'Ward hatte die Vormittagssession als Schnellster abgeschlossen, konnte am Nachmittag aber nicht mehr so zulegen wie die Konkurrenz und wurde am Ende mit 92 Runden als Vierter gewertet. Dass er seine Qualifying-Simulationen nicht maximieren konnte, ärgert den Mexikaner, der gegen Feierabend ziemliche Probleme mit den G-Kräften an seinem Hals hatte.

 

"Ich war kurz davor, meinen Kopf zu verlieren. Mein Hals ist echt zerstört, man", sagt er. Am Vormittag ging es für ihn auf einigen Rennsimulationen noch gut, doch als er am Ende die Soft-Reifen aufzog und noch schneller durch die Kurven fuhr, wurde es für ihn schon etwas kritisch.

"Ich wusste, dass die Kurven, in denen man Nackenkraft braucht, ein Problem werden würden", schildert er. "Das ist etwas komplett anderes. Verglichen mit allem anderen da draußen ist das echt krass."

Formel-1-Test hat süchtig gemacht

Der IndyCar-Pilot hat nach den Testfahrten auf jeden Fall Blut geleckt: "Das war die beste Erfahrung, die ich je in einem Rennwagen hatte", strahlt er und sagt, dass der Test "suchterzeugend" war.

Und wie fällt nun der Vergleich zum IndyCar aus, in das O'Ward im kommenden Jahr wieder steigen wird? "Das Gefühl, das dir ein IndyCar gibt, ist verrückt. Aber dann steigst du hier ein [...] und es ist wie ein Videospiel. Es ist unwirklich."

Dabei sei er noch nicht einmal an die Grenze gegangen, weil das noch ein wenig mehr Einsatz im Auto benötige. "Aber das ist normal. Es braucht ein wenig Zeit, bis man weiß, wozu es fähig ist und man es nicht überfährt", so O'Ward. "Ich wollte nicht einfach rausfahren, sagen, dass ich große Eier habe und es versuche, und dann in der Wand enden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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