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Audi zeigt in Suzuka solides Tempo, doch ein schwacher Start von Nico Hülkenberg verhindert mögliche Punkte im Japan-Rennen

Audi verpasst Punkte in Suzuka: Schwacher Start kostet Top-10-Ergebnis

Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg verpassten die Punkte in Japan knapp

Foto: Formel 1

Für Audi endete der Große Preis von Japan in Suzuka mit gemischten Gefühlen: Platz elf für Nico Hülkenberg bedeutete erneut ein knapp verpasstes Punkteresultat, während Teamkollege Gabriel Bortoleto als 13. ins Ziel kam.

Dabei sah es zunächst nach einer soliden Ausgangslage aus. Doch bereits am Start nahm das Rennen für Hülkenberg eine entscheidende Wendung. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was passiert ist, aber es war einfach ein wirklich schlechter Start", erklärt der Deutsche im Gespräch mit Sky. Gleich mehrere Positionen gingen verloren - ein Rückschlag, der sich im weiteren Rennverlauf als kaum noch aufzuholen erwies.

"Ich glaube, ich habe etwa fünf Plätze verloren, was natürlich den Rest des Rennens massiv beeinträchtigt", so Hülkenberg weiter. Statt sich nach vorne orientieren zu können, fand er sich früh im dichten Verkehr wieder.

Verkehr und Überholen bleiben große Hürden

Der verpatzte Start war letztlich der Knackpunkt eines Rennens, in dem laut Hülkenberg durchaus mehr möglich gewesen wäre. "Mit einem normalen Start wären definitiv Punkte drin gewesen - das ist enttäuschend und frustrierend", betont er.

Besonders schwierig: das nachhaltige Überholen im aktuellen Reglement. "Im Verkehr festzustecken macht es extrem schwierig, Fortschritte zu erzielen - gerade mit den heutigen Autos, dem Energiemanagement und dem Überholmodus", erklärt Hülkenberg. Trotz einiger gelungener Manöver blieb der große Sprung nach vorne aus.

Auch technisch scheint das Problem noch nicht vollständig verstanden zu sein. Auf die Frage, ob die Startschwierigkeiten möglicherweise mit der Power-Unit zusammenhängen, bleibt Hülkenberg vage: "Ich weiß es nicht genau. Ich muss mir das anschauen und mit den Ingenieuren sprechen. Aber es ist definitiv ein Thema - und kein gutes."

Fest steht: Der Deutsche fiel am Start von P13 auf P19 zurück - ein Rückschlag, der unter Rennbedingungen kaum zu kompensieren ist.

Audi sieht Fortschritte trotz verpasster Punkte

Teamchef Mattia Binotto zieht nach dem Rennen ein differenziertes Fazit. "Das Rennen hinterlässt gemischte Gefühle - mit positiven Aspekten, aber auch klaren Verbesserungsfeldern", erklärt er.

Positiv hebt Binotto vor allem die Zuverlässigkeit hervor: Beide Autos erreichten problemlos das Ziel, auch die Boxenstopps verliefen ohne Zwischenfälle. "Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne für uns", so der Italiener.

Auch die Pace des Autos stimmt optimistisch: "Wir haben gezeigt, dass wir im Bereich der Top 10 konkurrenzfähig sein können." Besonders Hülkenbergs Aufholjagd unterstreiche das Potenzial des Pakets. "Er hat sich gut durchs Feld gekämpft und einige schnelle Autos überholt."

Dennoch bleibt der verpasste Punktegewinn ein klarer Wermutstropfen. "Der Start hat unser Rennen kompromittiert - daran müssen wir arbeiten", stellt Hülkenberg selbst klar.

Auch Teamkollege Gabriel Bortoleto hätte laut Binotto Chancen auf ein besseres Ergebnis gehabt: "Er hatte ein starkes Wochenende, aber heute konnten wir ihm nicht die Bedingungen bieten, um sein volles Potenzial zu zeigen."

Startprobleme als Schlüsselthema für kommende Rennen

Unterm Strich bleibt für Audi ein klarer Auftrag: Die Startperformance muss verbessert werden. Denn während Pace und Zuverlässigkeit halbwegs stimmen, entscheidet sich der Kampf um Punkte oft bereits auf den ersten Metern.

Hülkenberg bringt es auf den Punkt: "Es ist in Arbeit - und wir müssen definitiv mehr Fokus darauf legen." Mit Blick auf die kommenden Rennen dürfte genau hier der Schlüssel liegen, um aus soliden Ansätzen endlich zählbare Ergebnisse zu machen.

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