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Pat Fry: Barcelona-Pleite 2020 für Renault ein wichtiger Wendepunkt

Obwohl Barcelona für Renault das schwierigste Rennen war, so war es für das Team doch hilfreich: Erkenntnisse halfen bei guten Ergebnissen in zweiter Hälfte

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Pat Fry: Barcelona-Pleite 2020 für Renault ein wichtiger Wendepunkt

Mit drei Podestplätzen konnte Renault in der zweiten Saisonhälfte 2020 noch einmal auftrumpfen, was jedoch im krassen Gegensatz zu einigen anderen Leistungen stand. Vor allem der Grand Prix in Spanien stach dabei negativ heraus: Daniel Ricciardo und Esteban Ocon holten als Elfter und 13. keine Punkte.

Doch genau das Rennen war ein Grund für den späteren Aufschwung, sagt Pat Fry, der seit einem Jahr als Technischer Direktor für das Chassis des Teams verantwortlich ist. "Bis zur Türkei war Barcelona unser schlechtestes Rennen", meint er.

"Aber obwohl es ein schlechtes Wochenende für uns war: Als wir es anschließend noch einmal durchgegangen sind und versucht haben, die schlechte Performance zu verstehen, haben wir herausgefunden, was wir tun müssen", sieht Fry das Positive aus dem Barcelona-Rennen. "Es war enttäuschend, aber wir haben daraus gelernt, wie wir unser Paket optimieren müssen."

Renault hatte in der Qualifikation nur die Plätze 13 und 15 belegt, im Rennen konnten sich Ricciardo und Ocon nur um zwei Plätze nach vorne schieben. Es sollte jedoch Renaults einzige Nullnummer der gesamten Saison werden.

Pat Fry

Pat Fry wurde im Februar 2020 zu Renaults Technikchef Chassis

Foto: Motorsport Images

Schon beim nächsten Rennen in Belgien lief es deutlich besser: Mit den Plätzen vier und fünf holte Renault so viele Punkte wie sonst nie in der Saison - abgesehen vom zweiten Rennen in Bahrain.

Als einen Schlüsselmoment macht man im Team auch das zweite Silverstone-Rennen aus, als Daniel Ricciardo nach eigener Aussage ein Durchbruch beim Set-up gelang. Dort fand er eine Basis, mit der er sich wohlfühlte und die dabei half, weitere Performance aus dem Auto zu kitzeln.

"Ich werde nicht genau sagen, was es war, aber unser Verständnis, wie man das Auto einstellt, hat sich verbessert", sagt Fry, der sich allerdings überrascht von der Deutlichkeit der Aussagen Ricciardos zeigt: "Es war genug, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, allerdings gab es noch deutlich mehr Performance, die wir finden mussten."

"Es ist wie so oft: Der Teufel steckt im Detail, oder? Es hat uns im Qualifying in Silverstone aber definitiv geholfen. Es war, glaube ich, das erste Mal, dass wir einigermaßen stark im Qualifying waren, auch wenn das Rennen etwas schwieriger war." Damals hatte Renault Startplatz fünf von Ricciardo bejubeln dürfen.

Die großen Erfolge mit drei Podestplätzen folgten erst ab Oktober mit dem Rennen am Nürburgring.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer