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Pat Fry: Warum bei Alpine nichts vorwärts geht

Der langjährige Formel-1-Chefingenieur Pat Fry erklärt, warum er Alpine nach nur drei Jahren wieder verlassen hat und weshalb Williams vieles richtig macht

Pat Fry: Warum bei Alpine einfach nichts vorwärts geht

"Ich habe Alpine so weit gebracht, wie ich konnte", sagt Pat Fry. Doch die großen Ziele des Formel-1-Teams blieben immer unerfüllt: Alpine hat wiederholt den eigenen Fahrplan nicht eingehalten und hätte längst den Anschluss zur Spitze schaffen und regelmäßig um Siege kämpfen wollen.

Warum genau das nicht eingetreten ist, erklärt Fry bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Technischer Leiter von Williams in Abu Dhabi. Und er meint: "Ich hatte nicht den Eindruck, dass genug Enthusiasmus und Entschlossenheit vorhanden waren, um mehr zu erreichen als Platz vier [in der Konstrukteurswertung]."

"Natürlich kann man sagen, man will Erster werden. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen solchen Aussagen und der Frage, wie man das in die Realität umsetzen will. Deshalb entschied ich im März, ich will die Initiative ergreifen und nicht rumsitzen, ohne etwas bewirken zu können."

Fry wechselt von der Formel-1-Box in den eigenen Garten

Seinen Abschied bei Alpine habe er bedauert, sagt Fry, weil es "immer schade" sei, "irgendwo zu gehen". Es sei aber für ihn "an der Zeit gewesen, aufzuhören und die Füße hochzulegen in meinem Garten".

Letzteres ist ein Wortspiel in Anlehnung auf seine "Sperrfrist" vor einem Wechsel zu einem anderen Formel-1-Team. Im Englischen wird diese Frist als "gardening leave" bezeichnet, als (bezahlte) Freistellung vom vorherigen Job.

Und diesen hatte Fry bei Alpine mit großer Leidenschaft ausgeübt, schließlich hatte er einst 1987 bei Benetton seine Formel-1-Laufbahn begonnen. Aus Benetton wurde später Renault, aus Renault (über Umwege) Alpine.

Zunächst läuft alles bei Alpine

Nach Stationen bei McLaren, Ferrari, Manor und nochmal McLaren hatte Fry 2020 erneut bei Renault/Alpine angefangen. Er stürzte sich damals regelrecht in die Arbeit, um dem Rennstall zu alter Größe zu verhelfen. "Und im ersten Jahr haben wir [die Teamzentrale in] Enstone auch dramatisch verbessert", meint er.

"Wir haben dann jedes Jahr ein besseres Auto gebaut. Wenn man die drei Autos [seit 2020] nebeneinanderstellen würde, würde man sehen, wie groß der Schritt von einem zum anderen war."

"Das ist jedem Einzelnen zu verdanken. Die verschiedenen Teams haben viel besser zusammengearbeitet. Ich denke, alle dürfen stolz darauf sein, was in den vergangenen drei Jahren erreicht wurde. Denn wir waren abgeschlagen Fünfter und wurden zum soliden Vierten."

Konnte Szafnauer bei Alpine gar keinen Erfolg haben?

Dann aber ging es nicht weiter für Alpine in der Formel 1 und es kam zum Streit zwischen der Alpine-Chefetage und den Teamverantwortlichen. Wenig später waren viele leitende Angestellte ihren Job los, aber auch Alpine-Boss Laurent Rossi selbst.

Otmar Szafnauer, Pat Fry

Otmar Szafnauer und Pat Fry als Teamchef und Chefingenieur bei Alpine

Foto: Motorsport Images

Einer derjenigen, die gehen mussten, war Teamchef Otmar Szafnauer, der gerade mal eineinhalb Jahre an der Spitze des Rennstalls gestanden hatte. Über ihn sagt Fry: "Ich bin mir nicht sicher, ob Otmar eine faire Chance gekriegt hat, Enstone auf Vordermann zu bringen. Denn in gewisser Weise sind dir da die Hände gebunden."

Bei Williams stehen die Weichen auf Fortschritt

Bei Williams, wo Fry nun als leitender Techniker tätig ist, sei vieles anders. "Was ich hier so spannend finde: Der Vorstand ist sich sehr im Klaren darüber, was es braucht, um das Team nach vorne zu bringen. Der Vorstand will entsprechend investieren und unterstützt uns beim Aufbau des Teams."

"Und es ist etwas Schönes, ein britisches Traditionsteam neu aufzubauen. Es ist ähnlich wie die romantische Perspektive bei meiner Rückkehr zu Benetton mit der gleichen Aufgabe. Und jetzt müssen wir unser Bestes tun und nach und nach Fortschritte machen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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