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Pause unwahrscheinlich: Hülkenberg redet über Karriere-Ende

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Pause unwahrscheinlich: Hülkenberg redet über Karriere-Ende
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26.10.2019, 15:19

Nico Hülkenberg glaubt nicht an eine Chance bei Red Bull oder an eine Rückkehr 2021, schließt einen Wechsel in die Formel E aber nicht mehr aus

Immer mehr deutet darauf hin, dass Nico Hülkenberg seine Karriere in der Formel 1 nach der Saison 2019 beenden wird. Aufgrund zuletzt ansteigender Formkurve von Alexander Albon rückt die Mini-Chance auf ein Red-Bull-Cockpit (die Helmut Marko ohnehin bereits ausgeschlossen hatte) in weite Ferne. Und ein Jahr Pause mit einer Rückkehr in den Rennbetrieb im Jahr 2021 hält Hülkenberg selbst für unwahrscheinlich.

Ganz neu wäre das Konzept einer Saison auf der Ersatzbank für den 32-Jährigen nicht. Nach seiner Premierensaison auf Williams 2010 wechselte er als Testfahrer zu Force India, um 2012 ein Grand-Prix-Comeback zu feiern. Wo sich eine solche Chance aktuell bieten könnte, ist aber unklar.

Hülkenberg selbst räumt ein, dass es "sehr schwierig" sei, ein solches Szenario zu planen - und wirkt so, als habe er daran kein übersteigertes Interesse: "Am Anfang meiner Karriere, nach 2010, da war das möglich. Aber jetzt, gegen Ende meiner Karriere? Ich bezweifle es." Allerdings fügt er an: "Sag niemals nie."

"Manchmal geht es in der Formel 1 sehr schnell. Aber es ist unmöglich, das derzeit vorherzusagen", sagt Hülkenberg. "Im Moment habe ich keine Neuigkeiten, es hat sich nicht wirklich was verändert. Es dauert ein bisschen länger als erhofft."

Formel 1: Keine realistische Chance mehr?

In der Formel 1 haben nur noch Alfa Romeo und Williams je ein Cockpit frei. Doch bei Alfa gilt Antonio Giovinazzi als Favorit, bei Williams Nicholas Latifi. Und bei Red Bull hat ihm Helmut Marko bereits im August ausrichten lassen, er möge bitte nicht mehr anrufen. Das hat Hülkenberg selbst kürzlich verraten.

Im Nachhinein relativiert er diese Aussage: "Das war ein Joke, der falsch aufgefasst wurde", sagt Hülkenberg und ergänzt grinsend: "Wir sind dicke Kumpels!" Er treffe Marko gelegentlich im Flieger. "Da redet man." Aber: "Bei Red Bull, das sehe ich im Moment nicht."

Mit einer Wahrnehmung räumt Hülkenberg übrigens auf: "Manchmal wird von außen suggeriert, dass ich ganz verzweifelt bin, in der Formel 1 zu bleiben. Das ist falsch! Ich liebe die Formel 1, ich liebe das Rennfahren. Ich will auch sehr gern weitermachen."

"Aber wenn's nicht so ist, dann ist es leider so. Das muss man dann akzeptieren. Ich hatte zehn gute Jahre mit Höhen und Tiefen, habe alles miterlebt. Wenn's so ist, dann ist es so. Damit werde ich klarkommen."

Das klingt ansatzweise resignativ - ein wenig so, als habe er sich damit abgefunden, dass seine Formel-1-Karriere zu Ende geht. Die naheliegende Alternative, ein Cockpit in der Formel E, hat Hülkenberg in der Vergangenheit stets ausgeschlossen. Für die bereits Ende November beginnende Saison 2019/20 sind ohnehin keine Cockpits mehr frei.

Formel E: Zumindest für 2019/20 kein Thema

Ganz ausschließen will Hülkenberg die Elektro-Rennserie inzwischen nicht mehr: "Ich sage zu allem: 'Sag niemals nie.' Ich weiß nicht, wo sich meine Interessen in zwölf oder 18 Monaten hinentwickeln können. Immer schwer zu sagen. Wenn's nicht weitergeht, wird sich der Blickwinkel mit der Zeit auch verändern. Aber für die anstehende Saison, das sehe ich nicht."

Zumindest verabschiedet er sich anständig aus der Formel 1, sollte er keinen neuen Job finden. In der Fahrer-WM liegt er punktgleich mit dem höher bezahlten Teamkollegen Daniel Ricciardo, und nach einer schwierigen Saisonmitte bekam er zuletzt wieder etwas Oberwasser, was die Performances angeht.

"In den letzten Rennen zeigt meine Formkurve wieder nach oben", macht sich Hülkenberg Mut. "Ich fühle mich wohler im Auto, habe mehr Vertrauen, liefere bessere Qualifyings und Rennen. Es läuft wieder besser. Das Ziel ist, das für die letzten vier Rennen beizubehalten."

"Suzuka war ein sehr starkes Rennen, finde ich, mit einem sehr guten Tempo. Auch wenn es nach dem schlechten Qualifying schwierig war, mich nach vorne zu arbeiten. Aber Dani war auf der alternativen Strategie sehr flott unterwegs. Das zeigt, dass das Auto konkurrenzfähig ist."

Mit Bildmaterial von LAT.

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