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Perez-Ersatz: Warum Esteban Gutierrez keine Möglichkeit war

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Perez-Ersatz: Warum Esteban Gutierrez keine Möglichkeit war
Autor:
Co-Autor: Luke Smith

Esteban Gutierrez machte sich Hoffnungen auf das Ersatzcockpit von Sergio Perez - Das Problem: Der Mexikaner war aufgrund einer neuen Regel nicht berechtigt

Die Wahl fiel zwischen Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez, hatte Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer am vergangenen Wochenende behauptet, als es um den Ersatz von Sergio Perez ging. Das Team hätte Zugriff auf die beiden Mercedes-Reservisten Gutierrez und Stoffel Vandoorne gehabt, entschied sich aber letztlich für eine externe Lösung - auch im zweiten Silverstone-Rennen.

Im Nachhinein kam jedoch raus: Esteban Gutierrez wäre für Racing Point gar keine Möglichkeit gewesen! Denn nach den neuen FIA-Regeln 2020 qualifiziert sich der Mexikaner gar nicht für eine Superlizenz, die für eine Rennteilnahme nötig wäre.

Im Sportkodex heißt es, dass ein Fahrer erst 300 Kilometer in einem Formel-1-Auto absolvieren muss, um wieder eine Lizenz zu bekommen, falls er in den vergangenen drei Jahren nicht in der Formel 1 gefahren ist. Das trifft auf Gutierrez zu, der zuletzt 2016 Rennen für Haas bestritten hatte.

Wolff gibt zu: Haben nicht drauf geschaut!

Somit stand der Mexikaner Racing Point gar nicht zur Verfügung, weil er nicht spontan noch einen Test hätte einlegen können. "Das ist eine neue Regel, die in diesem Jahr neu eingeführt wurde. Wir haben da gar nicht sonderlich drauf geschaut, weil wir nicht gedacht hätten, dass sich ein Formel-1-Fahrer, der zuvor eine starke Karriere hatte, nicht für den Platz qualifizieren würde", erklärt Motorsportchef Toto Wolff.

Toto Wolff, Executive Director (Business), Mercedes AMG

Toto Wolff, Executive Director (Business), Mercedes AMG

Foto: Steve Etherington / Motorsport Images

Zwar sei Nico Hülkenberg ebenfalls keine schlechte Option gewesen, doch Wolff findet, dass auch Gutierrez "ein starker Kandidat" für das Racing-Point-Cockpit gewesen wäre. "Leider hatte er nicht die nötigen Voraussetzungen dafür."

Der andere Mercedes-Testfahrer, Stoffel Vandoorne, hätte diese Voraussetzungen gehabt. Weil er noch 2018 bei McLaren gefahren war, wäre seine Superlizenz kein Problem gewesen. Doch weil er derzeit für die sechs Formel-E-Rennen in Berlin weilt, ist auch er keine Option.

McLaren hat reagiert

Mercedes will nun analysieren, was dieser Umstand mit der Superlizenz für das Team bedeutet, weil damit ein Ersatzfahrer wegfällt. "Das ist schade, weil es immer schön ist, Esteban eine Chance zu geben. Er war ein starker Teil und eine starke Säule des Teams", betont Wolff.

Nico Hülkenberg

Statt Gutierrez sitzt Nico Hülkenberg bei Racing Point im Cockpit

Foto: Motorsport Images

"Natürlich hoffe ich nicht, dass es je notwendig sein wird, dass wir einen Ersatzfahrer brauchen, aber wenn wir ihm die Chance geben wollen würden, dann bräuchten wir eine andere Lösung", so Wolff. Eine wäre zum Beispiel, ihn einfach 300 Kilometer testen zu lassen.

McLaren hatte bereits reagiert und für Silverstone Paul di Resta als Ersatzfahrer nominiert. Eigentlich dürften auch sie auf die Mercedes-Reservisten zurückgreifen.

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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