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Perez vs. Stroll: War das der Grund für Racing Points Entscheidung?

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Perez vs. Stroll: War das der Grund für Racing Points Entscheidung?
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Eine leistungsbezogene Vertragsklausel soll laut Medienbericht den Weg dafür bereitet haben, dass Sebastian Vettel 2021 statt Sergio Perez Aston Martin fährt

Das Racing-Point-Team hatte bei der Wahl des zweiten Fahrers für die Formel-1-Saison 2021 (dann unter dem Namen Aston Martin) keine andere Möglichkeit als Sergio Perez zu entlassen. Die von manchen Medien kolportierte Variante, dass auch Lance Stroll, der Sohn von Teameigentümer Lawrence Stroll, sein Cockpit hätte verlieren können, wurde am Donnerstag vor dem Grand Prix der Toskana in Mugello (Formel 1 2021 live im Ticker!) ins Reich der Fabeln verwiesen.

Teamchef Otmar Szafnauer erklärt: "Sein Vater besitzt das Team." Als klar wurde, dass ein Fahrerwechsel angestrebt werden könnte, "weil Sebastian verfügbar war", sei praktisch festgestanden, "dass es um 'Checo' geht. In seinem Vertrag gab es entsprechende Optionen, und die existierten für Lance nicht."

Welche Optionen das konkret waren, ist bisher nicht bestätigt. Perez hatte eigentlich im August 2019 einen Vertrag bis Ende 2022 unterschrieben. Das Portal 'F1-Insider.com' will nun herausgefunden haben, welches Schlupfloch es gab, ihn dennoch vorzeitig für Vettel zu entlassen.

Demnach soll Perez' Vertrag eine Klausel beinhaltet haben, wonach es Racing Point möglich war, nicht für das jeweilige Folgejahr zu verlängern, wenn er an einem bestimmten Stichtag in der Fahrer-WM hinter seinem Teamkollegen liegt. Und aktuell ist Perez mit 34 Punkten Elfter, Stroll hingegen mit 57 Punkten Vierter der Gesamtwertung.

Sollte das stimmen, wäre das auch die plausible Erklärung dafür, dass es von den ersten Gerüchten über ein konkretes Vertragsangebot bis zur tatsächlichen Unterschrift noch so lange gedauert hat. Hätte Perez nämlich mehr Punkte gesammelt als Stroll, hätte man seinen Vertrag nicht so einfach kündigen können. Das wäre dann nur mit einer teuren Abfindung möglich gewesen.

Im Nachhinein betrachtet bitter, dass Perez beide Silverstone-Rennen wegen seiner COVID-19-Erkrankung auslassen musste. In denen holte Stroll zehn Punkte und sein Ersatzmann Nico Hülkenberg sechs. Der krankheitsbedingte Ausfall per se sei aber kein Grund gewesen, ihn zu entlassen: "Da gibt es keinen Zusammenhang", stellt Szafnauer klar.

Dem Teamchef ist aber wichtig zu betonen, dass die Entscheidung für Stroll und gegen Perez nicht nur aufgrund familiärer Verbindungen oder vertraglicher Konstellationen getroffen wurde. Sondern letztendlich hätten auch die sportlichen Zukunftsindikatoren für Stroll gesprochen.

"Lance ist mit 21 noch ein junger Mann und in seiner zweiten Saison in unserem Team. Er bestreitet gerade sein bisher bestes Jahr in diesem Sport und ist Vierter in der WM, mit einem Podium auf der Habenseite. Und es steckt noch mehr Potenzial in ihm. Er stellt sein Talent eindeutig unter Beweis und verdient das Cockpit neben Sebastian zu 100 Prozent", stellt Szafnauer klar.

Trotzdem kein Wunder, dass die Medienvertreter am Donnerstag einen "sehr bitteren und enttäuschten Sergio Perez gesehen" haben, wie es Ralf Schumacher im Interview mit dem Pay-TV-Sender 'Sky' formuliert: "Ich glaube, man hat ihn vor vollendete Tatsachen gestellt. Daran kann man sehen, dass das nicht ganz freiwillig war."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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