Petronas-Benzin für die Mercedes-Motoren von der FIA homologiert
Der nachhaltige Kraftstoff, der für die vier Teams bestimmt ist, die den Mercedes-Motor verwenden, wurde pünktlich vor dem Saisonauftakt von der FIA zertifiziert
Mercedes kann 2026 wie geplant mit Petronas-Benzin fahren
Foto: LAT Images
Petronas hat die Genehmigung für den nachhaltigen Treibstoff erhalten, der die Mercedes-Powerunits in der Formel-1-Saison 2026 antreiben wird. In letzter Minute erhielt die für das Formel-1-Programm zuständige Abteilung des malaysischen Konzerns die erforderliche Zertifizierung für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
Der Vorgang wurde am Vorabend des Melbourne-Wochenendes abgeschlossen. Das neue, für nachhaltige Kraftstoffe eingeführte Homologationsverfahren ist deutlich komplexer als das Verfahren, das für die bisherigen Benzinsorten galt.
Bis 2025 wurden die Treibstoffe in einem von der FIA zugelassenen Labor überprüft und zertifiziert. Die Hersteller schickten eine Probe ein und erhielten die Ergebnisse innerhalb von etwa zwanzig Tagen. Ab dieser Saison ist der Prozess jedoch wesentlich aufwendiger geworden.
Die Hersteller begannen frühzeitig mit den Vorbereitungen, doch bei Problemen drohen nun deutlich längere Wartezeiten. Die FIA hat die Zertifizierung an eine externe Organisation übertragen, die nicht nur das Endprodukt prüft, sondern auch den gesamten Herstellungsprozess überwacht.
Ab dieser Saison wird also die komplette Produktionskette kontrolliert. Das Personal der Zertifizierungsstelle begibt sich direkt zu den Produktionsanlagen, um sicherzustellen, dass jede einzelne Phase die von der FIA festgelegten Kriterien erfüllt.
Darüber hinaus werden die Zertifizierungen der zahlreichen Einzelkomponenten geprüft, einschließlich derjenigen von eventuellen Zulieferern innerhalb der Lieferkette. Fehlt auch nur eine dieser Zertifizierungen, kann der Kraftstoff - selbst wenn er den technischen Spezifikationen entspricht - nicht homologiert werden.
Petronas und Mercedes haben sich zu dem Vorgang nicht geäußert, doch die Verzögerung bei der Homologation scheint auf fehlende Zertifikate zurückzuführen zu sein, die für den Abschluss des Verfahrens erforderlich waren.
Neben dem eigenen Werksteam fahren 2026 auch Alpine, McLaren und Williams mit Mercedes-Antrieben.
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