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Piastri: Alonsos Statistiken spiegeln sein Talent "nicht annähernd" wider

Fernando Alonso hat seit mehr als zwölf Jahren keinen Grand Prix mehr gewonnen - Laut Oscar Piastri sagt das aber nichts über die Fähigkeiten des Spaniers aus

Piastri: Alonsos Statistiken spiegeln sein Talent "nicht annähernd" wider

Fernando Alonso und Oscar Piastri kennen sich aus ihrer gemeinsamen Alpine-Zeit

Foto: LAT Images

20 Jahre ist es inzwischen her, dass Fernando Alonso seinen ersten WM-Titel in der Formel 1 gewonnen hat. 2005 krönte sich der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 24-Jährige mit Renault zum damals jüngsten Weltmeister in der Formel-1-Geschichte.

Ein Jahr später triumphierte Alonso erneut mit den Franzosen, doch der zweite Titel sollte auch sein (bislang) letzter in der Königsklasse bleiben. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass Alonso eigentlich mehr Weltmeisterschaften verdient gehabt hätte.

Das sieht auch der aktuelle WM-Spitzenreiter Oscar Piastri ähnlich. "Ich habe großen Respekt vor Fernando. Ich denke, er ist definitiv ein Fahrer, bei dem die Statistiken nicht die ganze Geschichte seiner Karriere erzählen", betont der McLaren-Pilot.

Er halte Alonso sogar "für einen der besten Fahrer, die dieser Sport je gesehen hat", so Piastri, der bei Alpine einige Zeit mit Alonso zusammengearbeitet hat. Während Alonso dort Stammpilot war, agierte Piastri 2021 und 2022 als Testfahrer für die Franzosen.

"Ich verstehe mich gut mit ihm", berichtet Piastri und verrät: "Ihn vor ein paar Jahren bei der Arbeit zu beobachten, war für mich sehr aufschlussreich, allein schon wegen der Fragen, die er stellte, und den Dingen, über die er nachdachte."

Alonsos Karriere geprägt von gescheiterten Wechseln

"Das hat letztendlich wahrscheinlich indirekt dazu beigetragen, dass ich etwas schneller gelernt habe. Ich halte ihn für einen fantastischen Fahrer, und ich glaube, dass seine Ergebnisse und Statistiken nicht annähernd seine ganze Geschichte widerspiegeln", so Piastri.

Nach seinen beiden WM-Titeln mit Renault war Alonsos Karriere vor allem geprägt von Wechseln, die nicht den gewünschten Erfolg brachten. 2007 wechselte er zu McLaren, überwarf sich dort allerdings mit Teamboss Ron Dennis und kehrte nach nur einem Jahr zurück zu Renault.

2010 zog es ihn zu Ferrari, wo er in den kommenden Jahren zwar gleich dreimal Vizeweltmeister hinter Sebastian Vettel wurde, aber eben auch keinen weiteren Titel gewann. 2015 wechselte er erneut zu McLaren, fuhr dort mit dem Honda-Motor aber nur hinterher.

Nach der Saison 2018 zog er sich zunächst aus der Formel 1 zurück, kehrte 2021 aber ein drittes Mal nach Enstone zurück. Nach zwei Jahren dort wechselte er 2023 schließlich zu Aston Martin, wo er auch heute noch fährt.

Alonsos letzter Formel-1-Sieg bei seinem Heimrennen in Spanien 2013 liegt inzwischen bereits mehr als zwölf Jahre zurück.

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