Piastri fehlen im Training Details: McLaren liegt "eigentlich ganz gut"
Oscar Piastri hadert im 2. Freien Training noch mit wenigen Details - am McLaren lag Platz 11 derweil nicht, wie Lando Norris souverän zeigte
Oscar Piastri (McLaren) zeigt im 2. Freien Training in Abu Dhabi (2025) noch Verbesserungspotenzial
Foto: LAT Images
Eigentlich hätte Oscar Piastri mit einem richtig starken Wochenende im Rücken zum Großen Preis von Abu Dhabi 2025 kommen können. Wenn da nicht der Frust über das Strategie-Desaster in Katar gewesen wäre.
Zeit, sich einzufahren, hätte der Australier also durchaus gebrauchen können, um sich optimal auf das Saisonfinale im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft vorbereiten zu können. Doch das war ihm nicht gegönnt: Im 1. Freien Training übernahm der Mexikaner Patricio O'Ward Piastris Boliden.
Und so ging der aktuelle WM-Dritte erstmals im 2. Freien Training auf den Yas Marina Circuit. "Ich musste mich noch ein bisschen ins Auto einfinden", so der McLaren-Pilot. Es gebe ein paar Punkte, "die wir bis morgen verbessern müssen. Nach nur einer Session ist das aber schon in Ordnung", so Piastri weiter.
Piastri braucht in Abu Dhabi noch "ein paar Runden"
Auf dem Medium-Reifen sei es ziemlich gut gelaufen, "auf den Softs habe ich auf den ersten gezeiteten Runden nicht das volle Grip-Potenzial herausgeholt", analysiert der Australier. "Kleine Details" würden derzeit noch nicht ganz passen: "Das Auto liegt eigentlich schon ganz gut. Ein paar kleine Anpassungen", mehr brauche es laut dem 24-Jährigen jedoch nicht, um im Qualifying vorne dabei zu sein.
Allzu große Auswirkungen auf Piastris Performance scheint die verpasste erste Session nicht zu haben. Der Australier wirkt ruhig und konzentriert. Zumal die Bedingungen bei den frühen Tageseinsätzen sowieso nicht repräsentativ sind, so auch morgen im frühen 3. Freien Training. Dennoch müsse der McLaren-Pilot am Samstag "einfach noch ein paar Runden mehr fahren", um sich besser einzugewöhnen.
Platz 11 im 2. Freien Training erzählt für Piastri da vermutlich nicht die ganze Wahrheit. Zwar lag der WM-Dritte knapp sieben Zehntelsekunden hinter seinem Teamkollegen Lando Norris auf Rang 1, auf den WM-Zweiten Max Verstappen (Platz 2) beträgt der Rückstand jedoch nur gut drei Zehntel. Und genau die verlor Piastri vor allem in der technisch anspruchsvolleren zweiten Hälfte des Kurses.
Der McLaren liebt es kurvig
Vergleichen wir Piastris und Verstappens jeweils schnellste Runde, geht der McLaren-Pilot beim Anbremsen derzeit auf der ganzen Strecke noch schneller in die Kurven. Damit kommt er zwar fixer durch diese, verliert dann aber vor allem beim Herausbeschleunigen Zeit auf Verstappen. Der Niederländer kommt durch den besseren Exit auf den Geraden auf höhere Endgeschwindigkeiten.
Mit weiterer Eingewöhnung und Bremspunktanpassungen sollte Piastri hier seine verlorene Zeit gutmachen können. Denn Norris setzt Verstappen im letzten Sektor richtig unter Druck. Der Niederländer kämpft derzeit noch mit Untersteuern, wie Dr. Helmut Marko im Gespräch mit Sky erläutert. Deshalb verliere Verstappen vor allem dort, "wo die Kurven sind". Red Bull habe das "Tempo von Norris nicht halten können".
Und auch Mercedes-Pilot Kimi Antonelli ist von der Papaya-Pace durchaus überzeugt: "McLaren scheint allen einen Schritt voraus zu sein", so der Italiener. Sollte Piastri im dritten freien Training seinen Rhythmus finden, wird er im Kampf um die Poleposition ein Wörtchen mitreden.
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