Piastri: McLaren zu Saisonbeginn in anderer Position als vor einem Jahr
Laut Oscar Piastri sieht sich McLaren aktuell selbst nicht an der Spitze der Formel 1 - Warum es allerdings auch kein Problem wäre, in Melbourne nicht direkt zu gewinnen
McLaren ist laut Oscar Piastri nicht so klar vorne wie zu Beginn der Saison 2025
Foto: LAT Images
2025 startete McLaren mit fünf Siegen in den ersten sechs Rennen fast perfekt in die Saison. Laut Oscar Piastri sollte man ein Jahr später allerdings keine ähnliche Situation erwarten. Zumindest sei die Zuversicht intern nicht so groß wie vor zwölf Monaten, verrät er.
McLaren sei zwar auch 2026 in der Spitzengruppe dabei, sagt Piastri gegenüber Sky. "Aber ich glaube nicht, dass wir uns in derselben Position befinden wie vor zwölf Monaten, als wir uns wie die Stärksten fühlten", so der Australier vor seinem Heim-Grand-Prix in Melbourne.
Vor einem Jahr gewann Teamkollege Lando Norris den Saisonauftakt in Australien und wurde am Ende des Jahres schließlich auch Weltmeister. Laut Piastri könnte es dieses Mal aber gar nicht so wichtig sein, im Albert Park direkt die Nase vorn zu haben.
"Ich glaube, dass diese Saison nicht von demjenigen gewonnen wird, der beim ersten Rennen am schnellsten oder am besten ist", betont er und erklärt im Hinblick auf das neue Reglement: "Es wird viele Entwicklungen geben, viel zu lernen, insbesondere für uns Fahrer."
"Und wer sich in dieser sehr langen Saison am schnellsten daran gewöhnen kann, wird am Ende die Nase vorn haben", prophezeit er. Von daher wäre es für McLaren auch nicht dramatisch, in diesem Jahr nicht von Anfang an das Tempo an der Spitze des Feldes vorzugeben.
"Wir haben in den letzten zwei oder drei Jahren gezeigt, wie schnell wir die Dinge wieder in Ordnung bringen und wie schnell wir eine Wende herbeiführen können", betont Piastri. Er denke daher, "dass wir unser Ziel erreichen werden, egal welche Regeln uns auferlegt werden."
Beim Formel-1-Wintertest in Bahrain fuhr Piastri die drittschnellste Zeit hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Andrea Kimi Antonelli im Mercedes. Am Ende der sechs Tage in Sachir fehlten Piastri 0,869 Sekunden auf die Bestzeit von Leclerc.
Teamkollege Norris sortierte sich fast zeitgleich (+0,010 Sekunden) dahinter auf dem vierten Platz ein. Testzeiten haben in der Formel 1 allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft, weshalb der Saisonauftakt in Melbourne am Wochenende das erste echte Kräftemessen wird.
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