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Oscar Piastri hat 2026 noch keine Grand-Prix-Distanz absolviert, McLaren sieht dennoch Fortschritte - und keinen "magischen" Vorteil bei Mercedes

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Oscar Piastri wartet noch auf seine erste reale Rennrunde 2026

Foto: LAT Images

Nach dem Großen Preis von China steht Oscar Piastri vor einer ungewöhnlichen Situation: Der McLaren-Pilot hat in der laufenden Saison noch keine komplette Grand-Prix-Distanz absolviert. Doch wie gravierend ist dieser Rückstand wirklich?

Teamchef Andrea Stella räumt ein, dass dies unter den neuen technischen Rahmenbedingungen durchaus ein Nachteil ist. Gerade 2026 mit den veränderten Regularien und dem komplexeren Energiemanagement sei jede einzelne Runde entscheidend.

"Mit den neuen Regeln und der Art zu fahren, bei der man die elektrische Energie managen muss, lernt man in jeder Runde", erklärt Stella. "Und das Rennen selbst ist die wichtigste Situation zum Lernen."

Piastri "ein bisschen im Hintertreffen"

Aus diesem Grund sieht Stella seinen Fahrer aktuell "ein bisschen im Hintertreffen". Ohne echte Renndistanz fehlen Piastri wichtige Erfahrungswerte im direkten Duell auf der Strecke. Dennoch betont der Italiener, dass dieser Rückstand nicht isoliert betrachtet werden dürfe. Datenanalyse und Teamarbeit könnten einen Teil davon kompensieren.

"Man kann auch viel lernen, indem man sich die Daten des Teamkollegen anschaut", sagt Stella. "Selbst in China haben wir gemeinsam analysiert und währenddessen gelernt."

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die enge Zusammenarbeit mit Lando Norris. Laut Stella funktioniert die Kooperation zwischen den beiden McLaren-Piloten aktuell besser denn je. "Sie teilen Informationen, sie suchen gemeinsam nach Erkenntnissen. Das hilft Oscar natürlich."

Mental stark trotz Rückschlägen

Besonders beeindruckt zeigt sich Stella von der mentalen Entwicklung seines Fahrers. Der schwierige Saisonstart sei ein echter Härtetest gewesen. "Diese ersten Rennen waren eine Möglichkeit für Oscar zu zeigen, wie stark er mental ist", erklärt der Teamchef. "Das Team ist sehr beeindruckt."

Piastri habe nicht nur als Fahrer Fortschritte gemacht, sondern auch als Persönlichkeit. Seine Reaktion auf die Rückschläge wirke sich sogar motivierend auf das gesamte Team aus. "Wenn ein Fahrer so mit Schwierigkeiten umgeht, ist das extrem inspirierend", so Stella.

Auch die Beziehung zwischen Norris und Piastri hebt der Teamchef hervor. Trotz interner Konkurrenz - beide kämpften bereits um den WM-Titel - sei der gegenseitige Respekt unverändert hoch. "Das zeigt, wer sie sind", sagt Stella. "Und auch, warum sie für McLaren fahren."

Piastri: "Kein magischer Vorteil bei Mercedes"

Sportlich steht McLaren aktuell dennoch unter Druck. Mercedes hat sowohl die bisherigen Rennen als auch Sprints gewonnen und gilt als Maßstab. Piastri widerspricht jedoch der These, dass hinter der Überlegenheit ein "Trick" steckt. "Es gibt nichts Magisches daran", stellt er klar.

Seiner Einschätzung nach sind es vielmehr klassische Faktoren: "Sie haben wahrscheinlich einfach mehr Abtrieb und nutzen die Power-Unit aktuell besser." Gerade kleine Unterschiede summierten sich im aktuellen Reglement schnell zu einem deutlichen Vorteil.

"Wir verlieren ein bisschen überall", analysiert der Australier. "Es gibt keinen einen Bereich, in dem wir besonders schwach oder stark sind." Auch Ferrari beobachtet Piastri genau. "Sie sind in den Kurven vielleicht sogar stärker, aber auf den Geraden etwas schwächer", meint er.

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