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Piastri tauscht Formel-1-Boliden gegen V8-Gewalt: "Erstes Mal mit Dach"

Premiere mit Dach über dem Kopf: Oscar Piastri tauschte den McLaren gegen das brachiale V8-Supercar von Cam Waters und ging dabei bis ans Limit

Piastri tauscht Formel-1-Boliden gegen V8-Gewalt: "Erstes Mal mit Dach"

Oscar Piastri hatte im V8-Supercar eine Menge Spaß

Foto: Getty Getty

Oscar Piastri hat vorübergehend seinen McLaren-Boliden gegen die brachiale Gewalt eines australischen V8-Supercars eingetauscht. Bei einem Ausflug in seine Heimat traf der 24-Jährige auf Landsmann Cam Waters, der mit der Erfahrung von 18 Rennsiegen im Gepäck als Lehrmeister fungierte.

"Um ehrlich zu sein, habe ich früher wahrscheinlich mehr V8-Rennen geschaut als die Formel 1, weil die Zeitverschiebung einfach deutlich angenehmer war. Außerdem war ich oft mit meinem Vater hier bei den Drag-Races", verrät Piastri über seine Wurzeln im australischen Motorsport.

Der Trackday entpuppte sich für den Formel-1-Piloten jedoch als steile Lernkurve. Gleich zu Beginn räumte er unumwunden ein, weder über Kenntnisse der Funktionsweise des Autos zu verfügen noch zu wissen, wohin die Strecke führe.

Vom "Höflichkeits-Modus" zum Kerb-Hopping

Piastri wurde nach den anfänglichen Fahrten in Waters' Mustang dazu angeregt, eine offensivere Fahrweise an den Tag zu legen. Nachdem er sich anfangs noch "sehr höflich" zurückgehalten hatte, lautete die Ansage: "Nimm die Kerbs ruhig etwas härter ran!" Der Youngster ließ sich nicht zweimal bitten, ließ den Ford Mustang ordentlich über die Randsteine hüpfen und sorgte damit für strahlende Gesichter bei den Beobachtern.

"Es macht riesigen Spaß. Schön, mal etwas Neues zu fahren. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Rennauto mit Dach sitze", so das Fazit des Australiers.

Aufwind nach schwierigem Saisonstart 2026

Der Ausflug in den Tourenwagen soll auch dazu dienen, Piastri mental aufzufrischen, nachdem er einen schwierigen Start in die Formel-1-Saison 2026 hatte. Mit einem starken zweiten Platz beim Großen Preis von Japan in Suzuka konnte er das Blatt jedoch wenden. Zuvor verlief der Auftakt enttäuschend: Ein Crash in der Aufwärmrunde bei seinem Heimrennen in Australien und ein Defekt an der Elektrik in China hatten ihn punktlos gelassen.

"Im Rennen war heute einfach nicht mehr drin", resümierte er nach dem Erfolg in Japan. "Wir hatten einen guten Start, die Pace hat gestimmt. Ich denke, ich war strategisch klug unterwegs - vor allem dabei, wie ich den Boost eingesetzt und gemanagt habe."

Piastri: "Können für Kopfschmerzen sorgen"

Trotz des Podiums sieht Piastri bei McLaren noch Baustellen: "Unsere Strategie war gut, wir haben nicht zu früh gezuckt. Das Safety-Car war natürlich schade, aber insgesamt hätten wir an diesem Wochenende nicht mehr herausholen können. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und der des gesamten Teams."

Dennoch bleibt er realistisch: "Wir müssen einerseits noch reine Performance finden, andererseits war das Wochenende auf Landos Seite der Garage durch viele Probleme stark beeinträchtigt. Der Saisonstart war in puncto Zuverlässigkeit nicht einfach für uns, da liegt noch ein weiter Weg vor uns."

Piastris Kampfansage an die Konkurrenz steht jedoch: "Wir haben gezeigt: Wenn wir alles perfekt zusammenbekommen, können wir bei den anderen für ordentliche Kopfschmerzen sorgen."

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