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Pierre Gasly: Alpine "ein bisschen wie Ducati in der MotoGP"

Pierre Gasly hatte auf den Geraden keine Chance gegen Alpine und hat mit dem Ergebnis von Portimao schon gerechnet - Mehr Pace in Barcelona?

Pierre Gasly: Alpine "ein bisschen wie Ducati in der MotoGP"

Das Wochenende in Portugal lief für AlphaTauri nicht so glorreich wie die Rennen zuvor. Gerade einmal ein Pünktchen konnte der Rennstall für Platz zehn von Pierre Gasly abstauben. Das hatte auch mit erstarkter Konkurrenz zu tun: Vor allem Alpine war in Portimao deutlich stärker als zuvor und trat als neuer Kontrahent in Erscheinung.

Beide Alpine landeten am Sonntag vor Gasly. Was ihm dabei besonders aufgefallen war, war der starke Speed auf den Geraden, den die französischen Boliden hatten. Esteban Ocon führte mit 333,1 km/h die Topspeed-Tabelle in Portugal an.

"Der Alpine war aus irgendeinem Grund wie Ducati in der MotoGP: Sie waren extrem schnell auf den Geraden und haben schon auf der Hälfte der Geraden überholt", sagt Gasly.

Als der Franzose in Runde 49 von Fernando Alonso überholt wurde, hatte er keine Chance gegen den Spanier. "Wir haben auch ein Auto mit mehr Luftwiderstand. Sobald man also im Windschatten ist und DRS öffnet, gibt es einen größeren Unterschied."

Mit Platz zehn landete Gasly am Ende ungefähr da, wo man es auch erwartet hatte. "Na gut, vielleicht etwas besser, weil ich Carlos [Sainz] überholen konnte und noch einen Punkt geholt habe", so der Franzose. "Das ist nicht viel, aber das Maximum, was wir von diesem Wochenende erwarten konnten."

Probleme in langsamen Kurven

Es war offensichtlich, dass AlphaTauri in Portimao nicht so stark war wie in Imola und Bahrain. Vor allem mit den langsamen Kurven hatte der AT02 seine Probleme. "Das hatte sich schon bei den Wintertestfahrten angedeutet, und jetzt haben wir den Beweis", sagt Gasly. "Das gibt uns zumindest eine klare Entwicklungsrichtung."

"Es gibt einfach weniger Grip und man rutscht etwas mehr. Du kannst nicht so gut in die Kurve bremsen, ansonsten blockieren die Reifen. Und du kannst nicht so viel Speed mitnehmen, weil die Vorderachse es nicht halten kann, und auch mit der Traktion ist es etwas schwieriger", erklärt er.

"Es ist nicht viel. Es ist hier und da etwas. Am Ende der Runde macht das vielleicht zwei oder drei Zehntel aus, aber das sind nach 67 Runden auch 15 Sekunden. Und das müssen wir finden", so Gasly.

Was geht in Spanien und Monaco?

Für Spanien rechnet sich der AlphaTauri-Pilot aber wieder etwas mehr aus: "Ich bin zuversichtlich, dass wir etwas mehr Pace haben können. Es gibt viele schnelle und mittelschnelle Kurven." Einzig der langsame letzte Sektor bereitet etwas Kopfzerbrechen.

 

Danach geht es aber schon nach Monte Carlo, wo die niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeiten des gesamten Jahres gefahren werden. Auf dem Papier dürfte das AlphaTauris große Problemstrecke werden. "Ja, das ist ein Bereich, in dem wir uns verbessern müssen, aber ich glaube nicht, dass wir große Verbesserungen haben werden", so Gasly.

"Wir haben das Paket, das wir haben. Wir müssen einen Weg finden, ob wir vielleicht über das Set-up etwas ausrichten können. Für diese Strecke haben wir auf jeden Fall noch Arbeit vor uns."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Portimao
Fahrer Pierre Gasly
Teams AlphaTauri
Urheber Norman Fischer