Pierre Gasly: Aus dem "Chaos" um einen F1-Platz bei Toro Rosso gelernt

Red-Bull-Nachwuchshoffnung Pierre Gasly sagt, dass er durch das Chaos um seine angebliche Beförderung zu Toro Rosso gelernt habe, beim Umgang mit den Medien künftig "etwas vorsichtiger" zu sein.

Pierre Gasly galt vergangenes Jahr für die Formel-1-Saison 2017 als potentieller Ersatz für Daniil Kvyat bei Toro Rosso. Insbesondere nach einem Interview, das er dem spanischen Sender Movistar in Monza gab, hieß es, dass er angedeutet hätte, dass er den Russen noch vor Saisonende ersetzen würde.

Das wurde von Red-Bull-Moorsportberater Helmut Marko aber postwendend verneint und Kvyats Vertrag wurde auch für 2017 verlängert. Gasly bekam, nachdem er den Titel in der GP2 gesichert hatte, für 2017 dagegen einen Platz in der japanischen Super Formula.

Der Franzose, der auch die Rolle des Ersatzfahrers für Red Bull Racing bekleidet, gibt zu, dass die Situation nicht einfach gewesen sei.

"Ich habe gelernt, dass ich beim Umgang mit den Medien vorsichtiger sein muss", sagte Gasly gegenüber Motorsport.com. "Für mich war das nach diesem Chaos eine ziemlich schwierige Zeit. Ich erinnere mich, dass mir die Leute an diesem Wochenende in Monza sagten, das ich Daniil für sie nächsten paar Rennen ersetzen würde."

"Für mich war immer klar, dass Helmut bei Red Bull die einzige Person war, die diese Entscheidung treffen konnte. Für mich war es ziemlich schwierig, ich erinnere mich gut an die Situation."

"Ich habe nie gesagt, dass ich Daniil ersetzen würde, nur das ich hoffen würde, dass es wahr wäre. Du willst immer in der Formel 1 sein, also hoffte ich, das es wahr wäre."

"Ich bin aber nicht dumm. Ich sage nichts, wenn es nicht wahr ist, ganz besonders, nachdem ich weiß, wie Helmut mit diesen Dingen umgeht."

"Helmut hat mich danach angerufen, um die Situation zu klären, dann wurde aber alles wieder normal. Aus solchen Erfahrungen lernt man immer. Auch, wenn es nicht schön ist, so etwas durchzumachen, ist es für die Zukunft doch nützlich."

Nachdem es in diesem Jahr nicht geklappt hat, hofft Gasly nun, dass er 2018 die Chance bekommt, endlich Formel 1 zu fahren, sieht das – im Gegensatz zu Stoffel Vandoorne im vergangenen Jahr – aber nicht als letzte Chance.

"Ich bin momentan 21 Jahre jung... Stoffel ist jetzt 25 und er hat seine Chance in der Formel 1 bekommen. Alle sagen, dass Alter nur eine Zahl ist. Um in die Formel 1 zu kommen musst du zeigen, dass du es verdienst da zu sein – also sollte nur die Leistung das Kriterium sein. Solange ich konkurrenzfähig bin, denke ich, dass die Chance kommen wird."

"Jetzt konzentriere ich mich aber erst mal darauf, es 2018 zu schaffen und dann werden wir sehen, was passiert."

"Ich war in der Formel 4, der Formel Renault 2.0 und 3.5, in der GP2 und bin jetzt in der Super Formula. Ich denke also, ich habe ganz gute Erfahrung in verschiedenen Autos und bisher war ich in allen Serien, in denen ich gefahren bin, in den Top 3."

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