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Pierre Gasly erinnert sich an "jede Sekunde" seines Überraschungssieges

In der Formel-1-Saison 2020 fuhr Pierre Gasly in Italien seinen ersten Sieg ein - Der Überraschungssieger kann sich an jeden Moment erinnern

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Pierre Gasly erinnert sich an "jede Sekunde" seines Überraschungssieges

Beim Grand Prix von Italien 2020 wurde ein echtes Formel-1-Märchen geschrieben: Pierre Gasly fuhr in seinem AlphaTauri-Boliden überraschend auf Platz eins in Ziel und sicherte sich so seinen ersten Sieg in der Königsklasse. Heute erinnert sich der Franzose noch an jedes Detail seines außergewöhnlichen Triumphes.

Gegenüber 'Motorsport.com' sagt er: "Ich erinnere mich an jede Sekunde des Rennens und der Siegesfeier. Das ist etwas, was ich niemals vergessen werde. Es war so ein vollgepacktes Jahr und es gab kaum Zeit, sich zu entspannen und es so richtig zu genießen, wie ich es ohne COVID-19 getan hätte."

Gasly hat auf der Traditionsstrecke in Monza etwas Schützenhilfe bekommen: Eine Rotphase wirbelte das Feld durcheinander und dann gab es auch noch eine Strafe gegen Weltmeister Lewis Hamilton im dominanten Mercedes. Diese Umstände machten dem 24-Jährigen den Weg zu einer Sensation frei. Er übernahm die Führung und verteidigte seinen ersten Platz in den letzten Runden gegen Carlos Sainz im McLaren.

Wie eindrucksvoll dieser Sieg war, zeigt die Statistik: Es war erst der zweite Sieg für AlphaTauri nach dem Triumph von Sebastian Vettel im Jahr 2008 - damals hieß das Team noch Toro Rosso. Auch den Sieg des Deutschen durfte der Rennstall aus Italien auf der Heimstrecke in Monza feiern.

"In diesem Jahr hat Mercedes nahezu alle Rennen gewonnen, abgesehen von Max [Verstappen] Checo [Perez], und uns", so Gasly weiter. "Das ist wirklich etwas Unglaubliches." Noch heute steht der Pokal in der Wohnung des Franzosen, um ihn zu motivieren, wie er verrät. Er sagt auch, dass das gesamte Team durch den Triumph an Schwung gewonnen habe.

Wenn Gasly in seiner Wohnung in Italien ist, blickt er jedes Mal auf die Trophäe: "Jeden Morgen, wenn ich meinen Kaffee trinke, steht der Pokal vor mir. Ich denke dann: 'Ja, wir haben es geschafft!' Es ist nicht unmöglich, obwohl wir ein Mittelfeldteam sind."

Außerdem war es seit 2013 der erste Sieg eines Piloten, der nicht für Ferrari, Mercedes oder Red Bull unterwegs war. Kimi Räikkönen fuhr damals für Lotus-Renault in Australien auf Platz eins. Wie überwältigt Gasly von seinem Erfolg war, zeigen die Bilder des Podiums, auf dem der Franzose noch lange nach der Zeremonie wie angewurzelt saß.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber André Wiegold