Pierre Gasly "fliegt" auf P5: "Eine meiner besten Runden"

Pierre Gasly untermauert im Formel-1-Qualifying in Brasilien seine Topform und "fliegt" auf den fünften Platz - Steigerung nach kritischem Training

Pierre Gasly "fliegt" auf P5: "Eine meiner besten Runden"

Pierre Gasly hat seine aktuell herausragende Form auch beim Formel-1-Qualifying in Brasilien bestätigt. Der Franzose ließ erneut beide Ferraris hinter sich und reihte sich als Fünfter hinter den vier Unantastbaren ein. Damit sicherte sich Gasly eine tolle Ausgangsposition für den Sprint, in dem die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag ermittelt wird.

Dass er im Qualifying in der Lage sein würde, so weit vorne mitzufahren, hätte der AlphaTauri-Pilot nach dem Freien Training zuvor nicht zu träumen gewagt. "Ich hatte ein schwieriges erstes Training. Ich habe mich im Auto nicht gut gefühlt und viele Fehler gemacht", schildert er, obwohl er auch in der ersten Session des Wochenendes schlussendlich bereits Fünfter geworden war.

Doch das Gefühl war ein anderes. "Ich habe es unter diesen Bedingungen einfach nicht richtig hinbekommen, und das Qualifying war zu Beginn relativ ähnlich. Ich habe mich nur auf mein Fahren konzentriert und darauf, das Problem zu umgehen", schildert er.

Gasly: In meinem ersten Jahr wäre mir das nicht gelungen

Aber in Q3 habe es dann geklickt. "Es war vermutlich eine meiner besten Runden, denn sie war nicht einfach. Ich hatte nicht die Balance, die ich eigentlich wollte. Aber ich habe es geschafft, alles auf die Reihe zu bekommen. Darüber bin ich sehr glücklich", sagt Gasly. Er glaubt, in solchen Situationen auch inzwischen von seiner Erfahrung zu profitieren: "In meinem ersten Jahr wäre mir so etwas nicht möglich gewesen."

Chefingenieur Jonathan Eddolls bestätigt, dass es vor dem Qualifying einige Fragezeichen gab. "Aber wir wussten, dass wir noch Performance in der Hinterhand haben", sagt er. Nachdem Gasly und Teamkollege Yuki Tsunoda beide die Hürde Q1 mit nur einem Reifensatz überquert hatten, sei der Franzose "in Q2 und O3 geflogen", lobt Eddolls.

"Er hat das Vertrauen in sein Auto gezeigt und sich in jeder Runde verbessert. Er hat das Maximum aus dem Auto herausgeholt, nur Mercedes und Red Bull waren schneller", sagt er. Im zweiten Training am Samstagmittag gehe es nun darum, die Rennpace zu optimieren.

Gasly: Alles auf Kurve 1!

Gasly glaubt nicht, dass nach vorne viel geht im Sprint. "Wir wissen, dass die Abstände im Rennen meist noch etwas größer sind zu den Autos vor uns. Daher werden wir versuchen, alles in Kurve 1 in der ersten Runde hineinzulegen", kündigt der 25-Jährige an und erwartet viel Druck von McLaren und Ferrari. Wichtig sei es, sich eine gute Ausgangslage für das Rennen am Sonntag zu verschaffen.

Teamkollege Tsunoda schied bei seinem Debüt in Brasilien in Q2 aus, doch Eddolls zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung des Rookies. "Yuki hatte in Q2 größere Probleme mit seinem Auto und konnte seine Zeit aus Q1 nicht mehr erreichen. Wir müssen verstehen, warum das so war, aber dennoch war es eine sehr respektable Runde von ihm", lobt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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