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Gasly zwischen A- und B-Team: "Gibt keine gute und keine schlechte Option"

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Gasly zwischen A- und B-Team: "Gibt keine gute und keine schlechte Option"
Autor:
Co-Autor: Oleg Karpow

Pierre Gasly gibt sich im Kampf um das Cockpit bei Red Bull besonnen und nimmt es, wie es kommt - Er ist überzeugt, dass beide Seiten aus dem letzten Mal gelernt haben

Nicht erst seit seinem Sieg in Monza ist klar, dass Pierre Gasly bei AlphaTauri wieder aufgeblüht ist. Mit starken Leistungen hat sich der Franzose 2020 für eine zweite Chance bei Red Bull beworben. Zwar betont das Team, dass Alexander Albon weiterhin Priorität genießt, sollte der Thailänder leistungstechnisch jedoch abfallen, darf sich auch Gasly noch berechtigte Hoffnungen machen.

Die Frage ist: Will Gasly das überhaupt oder fühlt er sich bei AlphaTauri so wohl, dass er lieber im vermeintlichen B-Team bleibt? "Bin ich glücklich über meine Performance mit dem Team? Ja. Bin ich glücklich, mit diesem Team zu arbeiten? Ja. Ist es mein Ziel, um bessere Positionen in der Formel 1 zu kämpfen? Ja", sagt Gasly. "Man muss alles in Erwägung ziehen."

Der Franzose versucht laut eigener Aussage alles, um im schnellstmöglichen Auto zu sitzen. "Und im Moment kann ich nicht mehr viel tun, glaube ich." Und das schnellere Auto besitzt für ihn nun einmal Red Bull. "Aber am Ende des Tages gibt es keine gute und keine schlechte Option. Ich denke, beide Optionen sind gut", betont der Franzose.

Ob seine Performance reicht, weiß er nicht. Er hofft aber, dass gute Leistung belohnt wird. "Im Moment performe ich ganz gut", stellt er sich ins Schaufenster. Doch Gasly muss abwarten, was mit Albon passiert.

Gasly: Bin nicht auf Alex fokussiert

In Sotschi landete Gasly erneut vor dem Red-Bull-Piloten und hat damit wieder Argumente für sich gesammelt. Doch Albon zu schlagen, gibt ihm eigentlich keine besondere Genugtuung. "Ich bin zufrieden, egal wer hinter mir ist", sagt er. "Ich bin nicht auf Alex fokussiert. Was mit ihm passiert, ist nicht wirklich mein Problem, von daher interessiert mich das nicht wirklich."

Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01

Alex Albon, Red Bull Racing RB16, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

"Mein Punkt ist:", sagt er weiter, "Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten vermutlich 70 Punkte mit Toro Rosso und AlphaTauri geholt, das ist deutlich mehr als alle anderen in diesem Team zuvor. Einige haben die Chance bekommen, zu Red Bull zu gehen, und haben weniger gepunktet als ich. Wir werden sehen."

Einige fürchten jedoch, dass Gasly bei Red Bull eine Wiederholung von 2019 erleben würde. Denn dass er Max Verstappen das Wasser reichen kann, daran glauben nur wenige. Mit Daniil Kwjat hat er bei AlphaTauri hingegen einen leichteren Gegner - und 2021 mit möglicherweise Neuling Yuki Tsunoda ebenfalls.

Lieber Leader oder Nummer 2 zu Verstappen?

Auch für Gasly ist es eine Philosophiefrage, ob er lieber in einem Topteam die zweite Geige spielen würde oder in einem schlechteren Team der Leader wäre. "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht", sagt er. "Aber klar ist: Wenn du Weltmeister werden möchtest, musst du der Leader im Team sein. Das ist das erste Kriterium."

 

"Aber in meiner Situation möchte ich auch um Spitzenplätze kämpfen, und ich glaube, dass Red Bull das deutlich bessere Auto hat", meint er weiter. "Aber ich muss erst noch etwas nachdenken, um zu wissen, was ich bevorzuge." Auf der anderen Seite dürfte diese Frage aber ohnehin nicht in seiner Hand liegen, sondern in der von Red Bull.

Angst vor einem neuen Anlauf hätte er nicht. "Klar ist: Red Bull und ich haben beide gelernt, was nicht funktioniert hat. Ich denke, dass wir einiges anders machen würden, um sicherzustellen, dass wir so konkurrenzfähig sind, wie wir sein sollten - auf ihrer Seite und auch auf meiner Seite", so Gasly. "Ich glaube daran, dass wir eine viel bessere Leistung zeigen würden. Und das wissen wir beide."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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