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Pierre Gasly nach Monza müde: Kein Telefonat mit Präsident Macron

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Pierre Gasly nach Monza müde: Kein Telefonat mit Präsident Macron
Autor:
Co-Autor: Oleg Karpow

"Ziemlich überwältigende" Tage für Monza-Sieger Pierre Gasly: Warum es doch nicht mit dem Anruf des französischen Präsidenten geklappt hat

Es sei ein "magischer Moment" gewesen, als er in Monza als Sieger ins Ziel gefahren sei, sagt Pierre Gasly. Und die Stunden danach wären "ziemlich überwältigend" für ihn gewesen, aufgrund der vielen Glückwünsche, die ihn erreicht hätten. "Es müssen tausende gewesen sein", meint er. Doch eine Gratulation stach aus der schieren Masse klar heraus.

Schon direkt nach dem Rennen hatte es geheißen, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron habe Gasly telefonisch zum Premierensieg in der Formel 1 gratuliert. So ganz aber stimmt das nicht: Macron hatte es zwar tatsächlich bei Gasly probiert, hatte dort aber keinen Anschluss erhalten.

Ähnlich ging es Gasly, als er einen Rückruf-Versuch startete - ohne durchzukommen. "[Macron] ist derzeit einer der am meisten beschäftigten Leute auf der Welt. Ich habe ihn also nicht direkt erreicht", erklärt Gasly.

Eine Sprachnachricht an den Präsidenten

Also hat er es gemacht wie Macron zuvor bei ihm: eine Sprachnachricht hinterlassen. Und Gasly selbst hatte davon nichts geahnt, weil er noch im Interview-Marathon steckte.

"Man sagte mir: 'Hör dir mal deine Sprachnachrichten ab, weil es da wahrscheinlich eine gibt, die du nicht verpassen willst.' Also hörte ich rein. Und dann war da die Stimme von Emmanuel Macron, dem französischen Präsidenten!"

"Er sagte mir: 'Ich will dir zu deinem herausragenden Sieg gratulieren.' Er meinte, er und das gesamte Land seien sehr stolz auf mich, nach einer so langen Durststrecke für Frankreich. Da habe ich kapiert: Es ist etwas sehr Großes passiert in meinem Leben, wenn mich daraufhin der Präsident anruft!"

Fotostrecke
Liste

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, sits down on the podium to contemplate his victory

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, sits down on the podium to contemplate his victory
1/6

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, with his trophy

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, with his trophy
2/6

Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, and Lance Stroll, Racing Point, 3rd position, celebrate on the podium with Champagne

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, and Lance Stroll, Racing Point, 3rd position, celebrate on the podium with Champagne
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, arrives in Parc Ferme

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, arrives in Parc Ferme
4/6

Foto: Andy Hone / Motorsport Images

Pierre Gasly, AlphaTauri AT01, 1st position, celebrates on arrival in Parc Ferme

Pierre Gasly, AlphaTauri AT01, 1st position, celebrates on arrival in Parc Ferme
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Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, on the podium

Pierre Gasly, AlphaTauri, 1st position, on the podium
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Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Als Rennsieger kommst du nicht zur Ruhe

Die Sprachnachricht von Macron habe ihn sowohl "überrascht" als auch "wirklich stolz" gemacht, sagt Gasly. "Man wird ja nicht jeden Sonntag vom Präsidenten kontaktiert. Und er hat sehr rührende Worte gefunden." Das sei eine "ziemlich spezielle" Erfahrung gewesen.

Letzteres treffe auch auf die Zeit seit seinem Sieg zu, die Gasly als "ziemlich intensiv" beschreibt. Begründung: "Wenn man das erste Mal ein Formel-1-Rennen gewinnt, hat man in den darauffolgenden Tagen irre viele Verpflichtungen."

"Es war verrückt: Immer, wenn ich eine Sache gemacht habe, kamen fünf neue Aufgaben auf mich zu. Ich hatte eigentlich nicht mal die Zeit, um mal zur Ruhe zu kommen und zu realisieren, was da überhaupt passiert ist."

Keine Zeit für Red-Bull-Gespräche

Er sei daher sehr müde in Mugello angekommen, habe dann erst einmal viel Schlaf nachgeholt, möchte aber keine Sekunde von seinem straffen Programm nach Monza missen. "So was", meint Gasly, "passiert nur einmal im Leben. Ich fühle mich jetzt aber vollkommen bereit für das Wochenende."

Bereits zuvor hatte er angekündigt, auch "bereit" zu sein für höhere Aufgaben in der Formel 1, zum Beispiel für eine mögliche Rückkehr zu Red Bull. Dazu sei aber bisher nichts besprochen worden, sagt Gasly. "Wir hatten ja keine Zeit!"

"Schauen wir mal, welche Gelegenheiten sich in der Zukunft bieten. Ich konzentriere mich aber darauf, die Saison mit AlphaTauri zu Ende zu bringen, und zwar auf hohem Niveau."

Der Formel-1-Titel bleibt das große Ziel

Irgendwann aber wolle er "im schnellsten Auto" sitzen und "die besten Chancen" haben, so erklärt der Grand-Prix-Sieger. "Ich will regelmäßiger um Podestplätze kämpfen, um Siege und wenn möglich auch Titel. Das ist immer das Ziel. Und davon habe ich als sechsjähriger Junge geträumt, als ich die Formel 1 im Fernsehen und Michael Schumacher gewinnen sah."

Sein erster eigener Sieg sei umso mehr ein Ansporn. "Sowas verleiht dir sehr viel Schwung", sagt Gasly. "Es in der Formel 1 zu schaffen, der Königsklasse, das ist noch einmal etwas ganz Anderes."

"Ich hatte das Gefühl vermisst, ein Rennen anzuführen, sich einfach nur auf jede einzelne Kurve konzentrieren zu können, Runde für Runde zu fahren, alles aus dem Auto herauszuholen. Einmal nicht hinter jemandem her zu sein und eine Lücke zu suchen. Ja, es war die bestmögliche Position. Und das hatte mir gefehlt."

Der Siegerpokal in den eigenen vier Wänden

Und noch etwas habe er am Monza-Wochenende gehabt, was er davor lange vermisst hatte: eine Nacht im eigenen Bett. Denn Gasly ist vor zwei Monaten von Bologna nach Mailand gezogen, und damit in die direkte Nachbarschaft von Monza.

"Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich bei einem Rennwochenende im eigenen Bett geschlafen habe", so sagt er. Und nun steht neben dem Brasilien-Pokal ein weiterer Pokal in seiner Wohnung.

Apropos: Dort waren Räuber vor dem Formel-1-Rennen in Spa eingebrochen und hatten diverse Gegenstände entwendet. "Zum Glück kamen die Diebe nicht zwei Wochen später", meint Gasly, der um seinen Siegerpokal fürchtet, "sonst wäre ich richtig, richtig, richtig wütend geworden!"

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Urheber Stefan Ehlen